5. Deutsche Figurentheaterkonferenz

Die letzte Konferenz ist gerade erst mit großem Jubel zuende gegangen, da möchten wir schon auf die nächste Ausgabe hinweisen:

Die 5. Deutsche Figurentheaterkonferenz von UNIMA und VDP zum Thema: „Gestaltung und Ästhetik im Figurentheater“ findet vom 28. August bis 6. September 2020 in Northeim statt

Hier auf der Seite werden wir immer aktuelle Informationen vorhalten.
Bald mehr!

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4. Deutsche Figurentheaterkonferenz
23. August bis 1. September 2019


Rückblick auf die 4. Deutsche Figurentheaterkonferenz

Die 4. Deutsche Figurentheaterkonferenz wurde gefördert von: AKB-Stiftung, Stadt Northeim, Kultur- und Denkmalstiftung des Landkreises Northeim, KSN-Stiftung und Förderverein Theater der Nacht e.V.


Folgende Gastspiele gab es im Rahmen der 4. Deutschen Figurentheaterkonferenz:

Freitag 23. August um 20.00 Uhr
»Der wunderbare Massenselbstmord«, Theater Blaues Haus und Theater 7Schuh
Samstag 24. August um 17.00 Uhr
»Herr Eichhorn und der Besucher vom blauen Planeten«, Meinhardt / Kraus / Feigl
Samstag 24. August um 21.00 Uhr
»Nacht der Experimente« – Projektionen, Maschinen, Figuren, Puppen und Objekte – Botschafter eines neuen Universums? mit Iris Meinhardt, Lichtbende aus den Niederlanden, u.a.
Sonntag 25. August um 19.00 Uhr
»Moby Dick«, Theater Blaues Haus

Theorie-Symposium
Freitag 23. bis Sonntag 25. August 2019
»Im Spannungsfeld von digitaler und analoger Animation«

In diesem Jahr kooperieren UNIMA, VDP und Fonds Darstellende Künste beim Symposium der Figurentheaterkonferenz miteinander.

Moderatorin: Alice Therese Gottschalk (FAB-Theater, Stuttgart)
Gastredner: Michael Krauss (Figurenspiel und cinematographisches Theater, Stuttgart), Markus Joss (Prof. an der Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch«, Berlin) und Christian Fuchs (Regisseur und Dramaturg, Leipzig)

Programm des Theorie-Symposiums
Freitag 23. August 
19.00 Uhr | Eröffnung der 4. Dt. Figurentheaterkonferenz
20.00 Uhr | „Der wunderbare Massenselbstmord“, Theater Blaues Haus und Theater 7Schuh
22.00 Uhr | Inszenierungsnachgespräch, Kamingespräche

Samstag 24. August
9.00 Uhr | Akkreditierung im Theater der Nacht
10.00 Uhr | Theorie-Symposium Podiumsdiskussion zum Thema „Digitale Welten auf der Bühne“ im Theater der Nacht u. a. mit Michael Krauss (Mein­hardt / Krauss / Feigl, Stuttgart), Markus Joss (Studien­gangsleiter und Professor für Theorie der Puppenspielkunst, HfS Ernst Busch Berlin), Christian Fuchs (Regisseur und Dramaturg, Leipzig), Frank Römmele und Ilanit Magar­shak-Riegg (half past selber schuld, Düsseldorf) (angefragt)
Gastgeberin: Alice Therese Gottschalk (FAB-Theater, Stuttgart)
13.00 Uhr | Kulturzentrum „Alte Brauerei“ Ankunft, Begrüßung, Mittagsimbiss
13.30–15.30 Uhr | „Konfiguration“ Auftaktworkshop für die Teilnehmenden des Sonderprogramms vom Fonds Darstellende Künste
15.30–15.45 Uhr | Kaffeepause
15.45–16.45 Uhr | „Konfiguration“ Impulsvortrag und Diskussion: Dr. Dr. Albrecht Fritzsche (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg / Forschungsschwerpunkt Digitalisierung und Innovation) (öffentlich)
17.00 Uhr | „Herr Eichhorn und der Besucher vom blauen Planeten“, Meinhardt / Kraus / Feigl
18.00 Uhr | Abendessen
19.30–20.30 Uhr | Offene Diskussion, Abschluss Theorie-­Symposium
21.00 Uhr | „Nacht der Experimente“ – Projektionen, Maschinen, Figuren, Puppen und Objekte – Botschafter eines neuen Universums? mit Iris Meinhardt, Lichtbende aus den Niederlanden, u.a.
23.00 Uhr | Inszenierungsnachgespräch, Kamingespräche

Sonntag 25. August
10.00–12.00 Uhr | Ergebnisse des Symposiums sammeln und auswerten im Theater der Nacht
18.00 Uhr | Eröffnung der Workshopwoche
19.00 Uhr | „Moby Dick“, Theater Blaues Haus
anschl.: Kamingespräche, Inszenierungsnachgespräch

Konferenz
Workshopwoche: Sonntag 25. August  bis Sonntag 1. September
• Praktische Arbeit
• Austausch der Figurentheater mit Workshops
• Aufführungen & Diskus­sio­­nen

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Workshop 1

Video als Mitspieler auf der Bühne
mit Anja Abele

Mit der Handykamera Filme erstellen und sinnvoll für die Bühne nutzen. Wir experimentieren mit Ideen zu Mini-Filmen und bringen diese in Kombination mit Körper, Figur und Bewegungen performativ auf die Bühne.
Ziel des Workshops ist es, Lust und Mut zum Experiment zu wecken um Videoprojektion auf der Bühne zum Mitspieler zu machen. Es werden die notwendigen technischen Grundlagen vermittelt, eigene Smartphone-Kameras zum Filmen genutzt und die Ergebnisse mit Hilfe von Schnitt und Projektionstechniken auf die Bühne gebracht.

Anja Abele studierte an der Akademie der bildenden Künste Stuttgart Kunsterziehung (u.a. bei Prof. Rainer Ganahl) und lntermediales Gestalten bei Joachim Fleischer.
Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit bildet die Auseinandersetzung mit dem öffentlichen Stadtraum und den verschiedenen Dimensionen des städtischen Lebensraumes. In letzter Zeit arbeitet sie verstärkt als Videokünstlerin in Kooperationen mit Musikern und Künst­lern des darstellenden Bereiches zusammen.
www.anjaabele.de

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Workshop 2

Inszenierungsprojekt:
»Auch Du, Roboter? Oder: Programmiererethos und Roboterseele«
mit Stephan Wunsch

Die Teilnehmer improvisieren mit unterschiedlichen digital gesteuerten technischen Instrumenten (Roboter, Drohnen, elektrischer Staubsauger… ) und untersuchen sie auf ihre theatrale Wirkung und ihre Einsatzmöglichkeiten. Aus Begegnungen mit digitalen Spielpartnern entsteht ein Zyklus aus Kurzszenen.
Wann macht eine Drohne im Theater Sinn, was erzählt ihr Einsatz? Was ist neu am digitalen Gegenüber, und was eine Wiederholung der alten Frage: Wann ist ein Ding ein Jemand? Wer animiert hier wen? Ist ›Künstliche Intelligenz‹ bloßer Animismus, oder begegnen wir wirklich einer Person? – Eine spielerisch-sinnliche Erkundung von Subjektivität.

Stephan Wunsch, Puppenspieler, Figurenbildner, Regisseur; studierte Philosophie und Germanistik in Aachen. Er belegte freie Seminare in Figurenspiel und Figurenbau u.a. bei Jürgen Maaßen, Frank Soehnle und Neville Tranter. Er gründete 2003 das theater rosenfisch. Seitdem zahlreiche Inszenierungen für Kinder und Erwachsene; außerdem Workshops, Regiearbeiten und Figurenbau für andere Bühnen. Mitarbeit in der Redaktion der Zeitschrift ›Das andere Theater‹.
www.rosenfisch.de

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Workshop 3

»Das Wundertrommel-Theater – Anleitung zur Herstellung einer Tricksequenz«
mit Thomas Stellmach

Die Teilnehmer*innen kreieren ein Bild, ein Objekt oder eine dreidimensionale Szenerie im Prinzip eines Guckkastens und erwecken dieses mit Plattenspielern und selbstgebastelten Wundertrommeln zum Leben. An der Schnittstelle von Theater und Trickfilm beschäftigen wir uns mit Animation. Die Teilnehmer*innen schärfen ihr visuelles und konzeptionelles Denken bei der Entwicklung von Tricksequenzen, experimentieren zeichnerisch oder plastisch mit dem Lebendig-Machen toter Dinge und kreieren daraus einen kleinen magischen Wunderzirkus.

Thomas Stellmach (*1965 in Straubing) ist Trickfilm-Regisseur, Filmautor und Animator. Für seine Independent-Produktionen erhielt er neben vielen internationalen Auszeichnungen 1997 den OSCAR® der Academy of Motion Picture Arts and Sciences für den Stop-Motion Film QUEST. Er studierte Animation bei dem Trickfilmkünstler und Professor Paul Driessen an der Kunsthochschule Kassel.
www.stellmach.com

3. Deutsche Figurentheaterkonferenz
24. August bis 2. September 2018


Rückblick auf die 3. Deutsche Figurentheaterkonferenz

Fr. 24.8. + Sa. 25.8. Theorie-Symposium
mit dem Thema »Die menschliche Vorstellungskraft – Puppenspiel und Neurologie (The Power of Imagination, Puppetry and Neurology)

So. 26.8. – So. 2.9. Praktische Arbeit – Workshopwoche
Austausch der Figurentheater mit Workshops, Aufführungen und Diskus­sio­­nen


Die 3. Deutsche Figurentheaterkonferenz
Nach den Erfolgen der 1. und 2. Deutschen Figurentheaterkonferenz geht es nun in die dritte Runde, zu der Unima und VDP wieder gemeinsam alle an der Kunst des Figurentheaters In­teressierten, über alle Verbands- und Institutionsgrenzen und der Trennung von Profis und Amateuren hinweg einladen. Indem wir uns gemeinsam fortbilden und austauschen, wollen wir unsere Kunstform stärken und ihr Profil schärfen, sowohl das Theorie-Symposium als auch die praktische Arbeit in der Workshopwoche sollen dazu beitragen.
Im letzten Jahr haben wir uns mit dem Thema »Figurentheater und Politik« befasst. In diesem Jahr wollen wir uns der menschlichen Vorstellungskraft und ihren wissenschaftlichen, puppenspielerischen und kommunikativen Implika­tionen widmen. Aber die Politik bleibt nicht außen vor. Der Verband Deutscher Puppentheater wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Der Berufsverband hat Fortbildungen, einen Studiengang und die KSK für uns erstritten. Aus diesem Grund bieten wir neben den drei Workshops im Jubiläumsjahr speziell für die Profis ein Inszenierungsprojekt an.
An jedem Workshop können maximal 12 Personen teilnehmen. Darüber hinaus gibt es an den Abenden die Möglichkeit, in Teilnehmerprojekten eigene Themen mit Kolleg*innen zu erforschen, zu besprechen, zu erspielen. Die Ergebnisse der Workshops werden in der öffentlichen »Nacht der Puppen« gezeigt und anschließend gebührend gefeiert. Die Konferenz endet am So. 2.9. nach einem Auswertungsgespräch um 12 Uhr. Die Teilnahme über die gesamte Dauer der Konferenz ist verbindlich.

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Workshop 1

»Genähtes Gesicht«
Stoff ist durch seine offene, warme Oberfläche ein ausgezeichnetes Material, um sehr lebendige Figuren zu bauen. Auf einen Schaumstoffkern bauen wir aus Polsterwatte und Trikotstoff Schicht um Schicht und Stich für Stich den Kopf einer menschlichen Figur auf.
Diese Arbeitsweise ist langsam und konzentriert und ermöglicht einen kreativen Dialog mit der entstehenden Figur. Wir begeben uns auf eine Reise, deren Ausgang nicht allein in unseren Händen liegt. Material und Figur haben durchaus ein Eigenleben.
Geeignet für Menschen mit Grundkenntnissen im Nähen und einem sehr langen Geduldsfaden.

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Workshop 2

»Objects and Ghosts«
Objekte werden von ihrer Vergangenheit, ihrer Konstruktion und ihrem Potenzial beeinflusst. Wenn wir ein Objekt sehen oder benutzen, erkennen wir seine Verschiedenartigkeit sofort: Ist es alt, schwach, städtisch, vom Menschen geschaffen oder traumhaft? Objekte bevölkern unsere Räume, unsere Körper, unsere Visionen. Dieser Workshop konzentriert sich auf die Entdeckung des verborgenen Wesens eines Objektes: seine Geschichten, Bewegung, Beziehungen, Albträume und Träume. Wir konzentrieren uns auf das dramatische Potenzial von Objekten als Charaktere; die Beziehung zwischen Objekten und Menschen und das Spiel mit Objekten. Der Workshop wird Stoff-, Objekt- und Dinganimationen beinhalten und die Teilnehmer*innen sollten sich auch auf etwas Chaos einstellen!

Cariad Astles forscht und lehrt am »Centre for Research into Objects and Puppets in Performance« an der Royal Central School of Speech and Drama in London (CSSD). Die CSSD bietet mit einem Puppetry BA die einzige Hochschulausbildung für Puppentheater in England. Der Studiengang ist auch für internationale Interessenten offen. Er bietet Student*innen eine dreijährige Ausbildungzeit, in der sie ihre Fähigkeiten auf den Gebieten bildnerisches Gestalten, Anima­tion, Bewegung, Stimme, Ensemblespiel, Performance u.a. entwickeln können.

Das Research Centre der CSSD bringt wissenschaftliche und praktische Forschungen zum Puppen- und Objekttheater zusammen.

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Workshop 3

»Den Moment finden«

Die Teilnehmer*innen werden einen Puppenspiel-Prozess erkunden, der sich auf Atem und Sensibilität konzentriert, um ihre Fähigkeiten in der Zusammenarbeit und der Verbindung mit einem Publikum zu verbessern. Mit Objekten, Materialien und einfachen Puppen werden wir improvisieren und nach winzigen Verbindungsmomenten suchen – zwischen Charakteren, Puppenspielern und Zuschauern.

Der britische Puppendesigner und -regisseur arbeitete u. a. an der Opéra National du Rhin, am Royal Opera House London, an der Royal Shakespeare Company und am Royal Court Theater London. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit der in Kapstadt und London ansässigen Handspring Puppet Company, für die er als Puppenspieler und Regisseur in Erscheinung trat. Massgeblich beteiligt war er ausserdem an der Entwicklung des Welt­erfolgs »War Horse« (uraufgeführt am National Theater London, Übernahme u. a. ans Lincoln Center New York und Theater des Westens Berlin). Für die Handspring Puppet Company übernahm er die Puppenregie für »Stiller« am Residenztheater München. Seit 2014 ist Mervyn Millar Teil der Company Significant Object. Hierfür übernahm er die Puppenregie bei der Produktion »James II« (uraufgeführt am Edinburgh Festival, Übernahme ans National Theater London) und für Paul McCartneys Videoclip »Appreciate«. In der Spielzeit 2014/15 war er am Schauspielhaus Zürich in Ingo Berks Insze­nierung »Die Brüder Löwenherz« sowohl für das Puppendesign wie für die Puppenregie verantwortlich.

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Workshop 4

Inszenierungsprojekt zum 50-jährigen Bestehen des VDP

Geplant ist, aus Ideen, mitgebrachten angefangenen Szenen oder Objekten kleine Theaternummern zu entwickeln, mit denen ein Puppentheaterabend gestaltet werden kann, der je nach Verfügbarkeit der Gruppenmitglieder etwas anders gestaltet ist. Für diesen Kurs bewerben sich die Teilnehmer*innen und der Dozent entscheidet über die Teilnahme.



Der Puppenspieler, Autor, Regisseur und Dozent Hans-Jochen Menzel wurde 1956 im Erzgebirge geboren. Mit 18 war er Baufacharbeiter, mit 23 Student der Fachrichtung Puppentheater an der Schauspielschule Berlin/Ost. Nach Abschluss seines Studiums ging er 1981 zunächst ein festes Engagement am Staatlichen Puppentheater Neubrandenburg ein.

Seit 1985 ist er freiberuflich tätig; u. a. arbeitete er am Deutschen Nationaltheater Weimar, dem Maxim-Gorki Theater Berlin und dem Schauspiel Frankfurt. Eigene Projekte, Auftragsarbeiten und Workshops führten ihn nach Frankreich, in die Niederlande sowie zu zahlreichen Festivals im deutschsprachigen Raum, darunter auch zu den Salzburger Festspielen. Von 2003 bis 2013 leitete Prof. Hans-Jochen Menzel die Abteilung Puppenspielkunst der HfS »Ernst Busch« Berlin.


2. Deutsche Figurentheaterkonferenz
25. August bis 3. September 2017


Rückblick auf die 2. Deutsche Figurentheaterkonferenz

Zitate aus den Feedbackbögen

»Ich fühle mich auf einer Spielwiese im Schlaraffenland für Puppenspieler.«
Verena Volland

»Eine Woche keine Verpflichtungen und Gedanken an den Alltag, sondern mit einer Herde anderer nichts als Figurenspielen schauen, bauen, denken, staunen, reflektieren«
Verena Volland

„Dieses besondere Haus, in dem wir uns bewegen dürfen, als wäre es ein Stück Heim für uns«
Gudrun Nixdorf

»Erwartungen wurden übererfüllt«
Gudrun Nixdorf

»Es ist wunderbar, die Vielfalt des Materials zu erleben, die Vielfalt der Möglichkeiten, Feedback zu bekommen, an sich und den eigenen Möglichkeiten arbeiten zu können«
Anne Grundmann

»Die Entstehung eines Szenenprogramms, mit viel Abwechslung, innerhalb nur einer Woche, dass sich vor keinem Publikum verstecken musste.«
Ralf Rahnier

»Klassische und moderne Spielweisen und Techniken schließen sich nicht aus, sondern fordern Begegnung, Ergänzung und Durchdringung gerade zu heraus, wodurch Figurentheater in aller Welt lebendig bleiben wird.«
Ralf Rahnier

»The vibe, the amience, the positiv and friendly atmosphere and sharing«
Scott Koehler

»A wonderful festival in a magical theater! Exploration and celebration of puppetry from many angles.«
Scott Koehler

»I think the festival atmosphere helped to be courageous and curious. People felt comfortable to take risks.«
Scott Koehler

»The theater and workshop so close are excellent for such a conference. The building is magic!«
Richard Bradshaw

»Der Austausch mit den anderen Teilnehmern – auch durch die Teilnehmerprojekte – ist genau das, was ich mir unter kreativen Kontakten vorstelle und vielleicht führt das ja in Zukunft mal zu einer Zusammenarbeit.
Diese Öffnung und Verschmelzung (auch durch die übergreifenden Teilnehmerprojekte und das morgendliche Warm-up für alle – Danke Therese!) verstehe ich als ein konkurrenzloses künstlerisches Gesamtkonzept, was in dieser Art selten ist.«
Iris Schleuss

Fotos zur 2. Deutschen Figurentheater-Konferenz: Margot Eisenächer

Am ersten September-Wochenende ging mit der Nacht der Puppen und einer Auswertung die
„2. Deutsche Figurentheaterkonferenz“ im Northeimer Theater der Nacht zu Ende.

36 Figurenspieler aus der gesamten Bundesrepublik und dem Ausland haben sich getroffen, um bei international renommierten Meistern des Figurenspiels zu lernen.
Unterrichtet haben Richard Bradshaw aus Australien, der mit den Aufführungen seines Schattentheaters Weltruhm errang und in dem Film „Jim Henson’s world“ als einer der besten Puppenspieler der Welt vorgestellt wurde. Er leitete die Herstellung und das Spiel von ausdrucksstarken, wandelbaren Schattenfiguren an.
Scott Köhler aus Frankreich, der seit mehr als 10 Jahren bei der Compagnie Philippe Genty in Paris mitspielt, gab einen Workshop zu bildhaften Figurentheater ohne Sprache.
Er hat mit den Workshopteilnehmern in einer Mischung aus Tanz, Material, Figuren- und Maskenspiel Bilder entwickelt, die aus dem Unbewussten kommen.
Margit Gysin, die „grande dame“ des Figurenspiels aus der Schweiz, die ihre Inszenierungen vor allem für Kinder entwickelt und damit auf große internationale Festivals eingeladen wird, unterrichtete unterschiedliche Möglichkeiten, mit Objekten und Figuren Märchen zu erzählen.

Die Figurentheaterkonferenz ist ein europaweit einmaliges Ereignis.
Dieses Arbeits- und Forschungstreffen haben die zwei größten Puppenspielverbände Deutschlands, UNIMA und VdP, in Zusammenarbeit mit dem Northeimer Theater der Nacht zum zweiten Mal ermöglichen können. Unterstützt wurde dieses weit über die Grenzen des Landes wirkende Projekt von der Volksbank Mitte, die AKB-Stiftung, der Stadt Northeim und der Kulturstiftung des Landkreises Northeim.

In der Werkschau der „Nacht der Puppen“ konnte das Publikum vor Ort die unterschiedlichen Ansätze und damit auch die Bandbreite dessen, was im Figurentheater möglich ist, hautnah miterleben.
In unterhaltsamen Kurz-Szenen wurde Schattenspiel dargeboten, Märchen wurden mit Hilfe von Objekten neu interpretiert, in Ensemble-Szenen konnte man miterleben, wie papierne Großfiguren den Bühnenraum eroberten.
Die Band „Blech und Schwefel“ aus Kassel hat dem Abend mit schwungvoller „Guggenmusik“ einen witzigen und tanzbaren Abschluss verschafft.

Für die Figurentheater ist diese Zusammenkunft ein Novum.
Der Großteil der Figurentheater in der Bundesrepublik gehören zur freien Szene und erhalten weder städtische noch staatliche Subventionen. Ein politisches Engagement über die eigene Arbeit hinaus können sich die Spieler oft gar nicht leisten.
Die stärkere Vernetzung der Figurentheater untereinander auf der Konferenz, die Intensivierung der Kontakte zur internationalen Figurentheaterszene und das Symposium, mit dem die Konferenz in diesem Jahr eröffnet wurde, gab der gemeinsamen Arbeit ein Thema, das sich durch die ganze Woche hindurchzog: Figurentheater und Politik.

Es wurde über die gesellschaftliche Situation der Figurentheater gesprochen.
Während der Konferenz haben Margit Gysin und Richard Bradshaw zu diesem Thema auch noch
von der Theatersituation in anderen Ländern berichtet.
Es wurde in den Theaterstücken, die das Symposium umrahmten, politische Verhältnisse und ihre Auswirkungen auf philosophischer, persönlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene gezeigt.
Und es wurde mehr als deutlich, dass das Figurentheater eine Kunstform ist, die sich im Reigen der anderen Künste nicht verstecken braucht, sondern selbstbewußt ihren Platz in der Gesellschaft vertreten kann.

1. Deutsche Figurentheaterkonferenz
Sommer 2016


Rückblick auf die 1. Deutsche Figurentheaterkonferenz

Inspiriert von der „Eugen O’Neill Puppetry Conference“, die in den USA seit vielen Jahren mit wachsendem Erfolg stattfindet, hat die UNIMA Deutschland und der VDP Praktiker und Theoretiker, Amateure und Professionelle zur 1. Figurentheaterkonferenz nach Northeim in Niedersachsen eingeladen. Austausch und Fortbildung standen im Zentrum dieses Treffens, mit dem die Kunstform gestärkt und ihr Profil geschärft werden soll. Anfang September ist sie zu Ende gegangen. Wir hatten sehr tolle Lehrer! Ein großes Danke an Frank Soehnle, Therese Gottschalk und Neville Tranter!!! Wir haben sehr viel von Euch lernen können!

Hier ein paar Teilnehmerkommentare:
– die Konferenz war ein Feuerwerk großartiger Eindrücke, angefangen bei der Gestaltung und Ausstattung des Theaters bis hin zu den Aufführungen und Begegnungen mit den Gastkünstlern.
– wir konnten Vorurteile abbauen und Grenzen erweitern …
– wir hatten hervorragende Dozenten
– wir hatten einen guten Austausch, eine gute Gemeinschaft
Danke auch noch mal an die Berliner Hochschule für’s Kommen, an Tim Sandweg von der Schaubude, an die DaT-Redaktion und an alle TeilnehmerInnen. Es hat großen Spaß gemacht!!!