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Förderung für das Theater Waidspeicher

Szenenbild aus „Atlas der abgelegenen Inseln“ von Judith Schalansky (2020), Foto: Lutz Edelhoff

Das Theater Waidspeicher freut sich über einen wichtigen Schritt in die Zukunft: Der Erfurter Stadtrat hat in seiner Sitzung am 23.09.2020 die Finanzierung des Theater Waidspeicher e.V. für die Jahre 2020 bis 2024 beschlossen. Dies ist das Ergebnis einer Vereinbarung zwischen dem Freistaat Thüringen, der Landeshauptstadt und dem Trägerverein des Theaters. Mit dem Beschluss wird die Höhe der Zuwendungen für das Erfurter Puppentheater ab dem Jahr 2020 konkretisiert. Die Stadt Erfurt und das Land steigen nun in eine gemeinsame Dynamisierung der Zuwendungen ein. Im Jahr 2020 wird das Theater Waidspeicher vom Freistaat Thüringen mit 830.000 € und von der Landeshauptstadt Erfurt mit 686.600 € gefördert.

„Die Stadt Erfurt ist stolz auf ihr künstlerisch überregional anerkanntes Puppentheater. Ich freue mich, dass wir dieses unverzichtbare Kulturangebot nicht nur für Kinder und Jugendliche auf finanziell stabile Füße stellen können“, so der Beigeordnete für Kultur und Stadtentwicklung Dr. Tobias J. Knoblich. Der Vorstandsvorsitzende des Theater Waidspeicher e.V. Dr. Holger Poppenhäger ergänzt: „Das Theater ist dankbar, dass neben dem Land nun auch der Stadtrat die Zukunft des Theaters gesichert hat. Jährlich 25.000 Besucher zeigen die regionale, aber auch internationale Bedeutung des Theater Waidspeicher in Erfurt als wichtigem Kulturbotschafter Thüringens. Und dies bereits seit mehr als 40 Jahren“.

Über das Theater Waidspeicher
Das Erfurter Puppentheater wurde 1979 gegründet. Mit dem mittelalterlichen Waidspeicher am Domplatz verfügt das Theater seit 1986 über eine eigene feste Spielstätte mit 142 Plätzen. Seit 1993 wird es als Theater Waidspeicher e.V. in gemeinnütziger Form geführt. Das institutionell selbständige Ensemblepuppentheater hat derzeit 27 Mitarbeiter, davon 7 Puppenspielerinnen und Puppenspieler. Jährlich kommen über 25.000 Besucher zu rund 300 Veranstaltungen. Das Theater Waidspeicher ist Veranstalter des Internationalen Puppentheaterfestivals „Synergura“. Intendantin ist seit 2009 Sibylle Tröster. Das kleinste professionelle Theater im Freistaat war zu Gast in 121 deutschen Städten, in 21 Ländern Europas und darüber hinaus in Israel, der Türkei, den USA, Taiwan, Sibirien, Indien, Kanada und Mexiko.

www.waidspeicher.de

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Allgemein Meldungen

Marc Schnittger gewinnt Preis in Jekaterinburg

Im Rahmen des X. Internationalen Festivals der Puppentheater »Petruschka der Große« in Russland wurde am 11. September 2020 am Jekaterinburger Puppentheater mit der Unterstützung des Goethe-Instituts Moskau eine Aufzeichnung eines Live-Auftrittes der Inszenierung »Planet Eden« (Version »Maxi«) gezeigt. Marc Schnittger wurde hierfür der 1. Preis (Bester Darsteller) des Festivals zugedacht.

Jury-Stimmen:
Dies ist definitiv das Werk eines Superprofis. Es ist schade, dass wir ihn nicht live gesehen haben, aber trotzdem tritt er in die Galerie der herausragenden europäischen Profis ein, die schon immer die Zierde des »PV«-Festivals waren. Er arbeitet brillant und spricht brillant. Da ich die Sprache nicht beherrsche, hat mir dieses Stück gefallen. Ich werde nicht müde zu sagen, dass das Problem der klingenden Sprache das Hauptproblem unseres Nationaltheaters und insbesondere des Puppentheaters ist: die sehr schlechte Aussprache.
PLANET EDEN zeigt ein Referenzbeispiel dafür, wie ein Puppenspieler sprechen sollte. Jedenfalls ist dies eine großartige Arbeit eines großen Profis.
VLADIMIR SPESCHKOW

(Tscheljabinsk, Mitglied der Jury des russischen Hauptpreises »Goldene Maske«)

Es ist eine Benefizvorstellung eines herausragenden und brillanten Künstlers aus Deutschland. Die Dichte, mit der er spielt, ist in der Theaterkunst, insbesondere im Puppenspiel, eine Seltenheit. Der Schauspieler erweckt mehrere Charaktere zum Leben, bleibt lange auf der Bühne, er demonstriert eine unglaublich kraftvolle Energie. (…) Gleichzeitig ist es notwendig, ein paar Worte über die Puppen zu sagen, über die Skulptur dieser Masken – unglaublich ausdrucksstark. Das ist natürlich eine superprofessionelle und hochkünstlerische Arbeit, vielleicht mit einigen Nebeneffekten des »Filmmaterials«, ich hatte auch eine neue »Wendung« erwartet. Aber es ist eine große Freude.
VICTOR SHRAIMAN

(Vorsitzender der Jury, Puppentheaterdirektor, »Patriarch« des russischen Puppenspiels)

Marc Schnittger | Figurentheater
www.marcschnittger.de

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Jubiläum Meldungen

20 Jahre puppen.etc! Ausstellung statt Galaabend!

Klat(t)sche, Kreaturen und Klamotten
Ein Wiedersehen mit Figuren aus 20 Jahren puppen.etc
Eine Gala-Vorstellung! Eine Werkschau am Wochenende! Rückschau – Vorschau – Gespräche – ein rauschendes Fest …
Leider hat sich Corona ungebeten eingeladen und nimmt so viel Platz ein, dass wenig für andere Gäste übrigbleibt! Sehr ärgerlich! Aber hätte ein mobiles Theater überlebt, wenn es nicht flexibel wäre!?! Eine Installation! Alle meine Kreaturen besetzen das Figurentheater Grashüpfer! Raum für Begegnungen! Treffen Sie mich und alle alten Bekannten! Stellen Sie Fragen! Ich gebe sie preis – die Anekdoten, Erkenntnisse, Überzeugungen, Erfolge und Pannen! Schenken Sie mir Ihre Erlebnisse mit diesen Kreaturen! Tauschen wir Erinnerungen aus!

Ich freue mich auf euch/Sie!
Christiane Klatt

Ausstellungsöffnungszeiten
im Figurentheater Grashüpfer:
Vernissage am 16.09.2020 18 Uhr!
17.09.2020 10-16 Uhr
19.09.2020 10-16 Uhr
20.09.2020 12-18 Uhr
21.09.2020 10-16 Uhr
22.09.2020 10-16 Uhr, Finissage ab 15 Uhr!


Diskussionsrunden im Rahmen der Ausstellung:
• „Was machen die Covid-19-Schutznaßnahmen/Hygienekonzepte und die dazu nötige Auslegung des Zuschauerraumes mit dem Dialog zwischen Bühne und Saal?“
Donnerstag, 17. September 2020 von 14-16 Uhr

• „Brennglas auf das WARUM:
Warum erzähle ich die Geschichten, die ich erzähle?
Warum benutze ich dazu das Medium Figurentheater?
Wie definiere ich meine gesellschaftliche Aufgabe als Künstler*in?“
Montag, 21. September 2020 von 14-16 Uhr

Im Rahmen des Festivals for Future
finden am Wochenende Vorstellungen von
„Hans im Glück“ Open-Air im Hof statt:
19.09.2020 um 14 Uhr
20.09.2020 um 11 Uhr

Ausstellungsbesuche und Kaffees bieten sich davor/danach an.

Zu allen Veranstaltungen ist eine Anmeldung dringend erforderlich!
Im Theater besteht Nasen-Mundschutz-Pflicht,
im Hof und vor dem Theater reicht die 1,5 m Abstandsregel!

Theater Grashüpfer im Treptower Park
Puschkinalle 16a
12435 Berlin
030-53 69 51 50

puppen.etc
Christiane Klatt
0171-41 65 823
www.puppen-etc.de

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UNIMA-MV + Symposium

Angesichts der Corona-Pandemie musste die für Altenberg geplante UNIMA-MV ausfallen. Erstmalig hat der Vorstand als Ersatz zu einer Zoom-MV am Samstag, den 29. August 2020 von 14.00 bis 17.00 Uhr geladen.

Das zur Konferenz geplante Symposium »Ästhetik im Figurentheater« ist auf das Jahr 2021 verschoben. Statt dessen wollen wir am Sonntag, den 30. August von 11.00 bis 13.00 Uhr auf einem Zoom-Symposium unter dem Titel »Digitale Welten im Figurentheater« die Projekte vorstellen, die im Rahmen des Konfigurationsprojektes den Zusammenhang von Figurentheater mit digitalen Welten untersucht haben.

Wir bitten um Anmeldung im UNIMA-Büro, um den Mitgliedern den Link zu den Sitzungen rechtzeitig schicken zu können.

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Ein Sonderprogramm für Darstellende Künste in ländlichen Räumen

Der Fonds Darstellende Künste möchte die ländliche Kunstproduktion in den Darstellenden Künsten nach dem erfolgreich aufgelegten Pilotprogramm GLOBAL VILLAGE LABS weiter befördern und dabei insbesondere die Entwicklung von inhaltlich-explorativen Vorhaben zu zeitgenössischen Fragen der Internationalität, den Herausforderungen der Digitalisierung und den spezifischen Antworten und Sichtweisen aus der Perspektive der Dörfer berücksichtigen. Nach den acht initialen Laboren des Pilotprogramms, die 2019 realisiert wurden, wird nun weitgefächert eine Vielzahl künstlerischer Unternehmungen in ländlichen Räumen befördert. Hierfür fördert der Fonds Darstellende Künste unter dem Titel GLOBAL VILLAGE VENTURES Vorhaben von Künstler*innen(-gruppen) aus ländlichen Räumen, die auch auf dem Land realisiert werden.


Der Antragszeitraum ist von 13. Juli 2020 bis zum 7. August 2020. Mitte August entscheidet eine Fachjury darüber, welche Vorhaben realisiert werden (die Jurymitglieder werden im Laufe der Antragsfrist auf der Homepage des Fonds bekannt gegeben). Die Vorhaben müssen zwischen dem 20. August 2020 und dem 15. November 2020 realisiert werden. Sie müssen an Orten in ländlichen Räumen stattfinden.

Weitere Informationen:
www.fonds-daku.de

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Spendenaufruf der UNIMA

Einen Spendenaufruf der UNIMA zur Hilfe von
bedrängten Kolleginnen und Kollegen gibt es hier!

Dear National Centres, Representatives and Councillors,

The UNIMA Cooperation Commission, which was created in 2008 to enable international solidarity in the field of puppet theatre, is asking for your support with a programme for emergency aid, which has now been set up in response to the Covid-19 crisis.

We offer emergency aid for puppeteers, including support for food supplies and for housing, to ensure that people do not lose their homes. It is aimed primarily at UNIMA members.

This programme will be managed jointly between UNIMA and its national centres. National centres are familiar with the situation in each country. Financial support will be transferred to puppeteers via the national centres. The Cooperation Commission asks you to familiarise yourself with the programme.

In this spirit of shared responsibility, the Commission therefore asks you to:

• share information about the emergency aid programme with your members and networks, as quickly as possible, so that puppeteers in difficulty will hear about it;
• share the fundraising appeal for the emergency aid programme with your members and networks as quickly as possible, so that possible donors will be able to offer support.

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Update Soforthilfeprogramme

Wichtige Information vom Freitagnachmittag:
Ab sofort ist die Antragstellung für das vom Bund beschlossene Soforthilfeprogramm online. Das Programm ist auch für den Kulturbereich nutzbar. In NRW läuft die Antragstellung über das Wirtschaftsministerium.



Soforthilfe NRW
Um den Schaden für Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen in Folge der Corona-Krise abzufedern, hat der Bund ein Soforthilfeprogramm Corona aufgelegt. Die Landesregierung hat beschlossen, das Angebot des Bundes an die Zielgruppen weiterzureichen und dabei zusätzlich den Kreis der angesprochenen Unternehmen noch um die Gruppe der Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten zu erweitern.

Die Unternehmen sollen bei der Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz und Überbrückung von akuten Finanzierungsengpässe, u.a. für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.ä., sowie dem Erhalt von Arbeitsplätzen durch einen Zuschuss unterstützt werden. (Zur Reduzierung von Personalkosten gibt es das Kurzarbeitergeld)

Die Soforthilfe erfolgt im Rahmen eines einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschusses. Sie ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt für drei Monate:
9.000 Euro für antragsberechtigte Solo-Selbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten,
15.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten,
25.000 Euro für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten

Das Antragsverfahren ist ausschließlich digital durchführbar. Antragsteller*innen können ihren Antrag online ausfüllen und absenden. Sie erhalten im Anschluss eine automatisierte Eingangsbestätigung. Alle Anträge werden nach Eingangsdatum bearbeitet.

Infos zum Programm & Verfahren findet ihr hier.




Der Fonds Darstellende Künste legt mit #takecare kurzfristig ein Sonderförderprogramm auf. Neben der Überbrückung von Ausfällen soll es vor allem die Möglichkeit eröffnen, auch jetzt weiterhin künstlerisch arbeiten zu können.

In einem ersten Zeitfenster bis zum 5. April 2020 können frei produzierende Künstler*innen, die in den vergangenen 10 Jahren künstlerische Beteiligte einer durch den Fonds geförderten Produktion waren, unter vereinfachten Bedingungen einen Antrag auf #takecare-Vorhaben einreichen.

Der Fonds Darstellende Künste hat seine reguläre Initialförderung hierfür umstrukturiert, um mit insgesamt einer viertel Million Euro eine Ausschreibung für #takecare-Vorhaben in dem angepassten Programm zu ermöglichen. Der Geschäftsführer Holger Bergmann weist darauf hin: „Die #takecare-Vorhaben überbrücken nicht nur Ausfälle von Einkünften, aufgrund der Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, von denen Künstler*innen durch Verschiebung oder Absage laufender Vorhaben betroffen sind: Sie bieten vor allem die Möglichkeit, weiterhin künstlerisch aktiv zu bleiben und Recherchen sowie die Entwicklung von Konzepten voranzutreiben.“

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Semesterstart in Stuttgart verschoben! Anmeldung für das Wintersemester bis 15.4.2020

Coronavirus: Semesterstart der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart auf Montag, 20. April 2020 verschoben!

Die Hochschulleitung hofft und geht derzeit davon aus, dass das Sommersemester ab dem 20.04.2020 zumindest im eingeschränkten Umfang beginnen kann, so dass alle im Sommersemester 2020 vorgesehenen Studienleistungen erbracht werden können und zugleich die Studierbarkeit gewährleistet ist.

Die Hochschulleitung wird die Entwicklung beobachten und sich in der nächsten Rektoratssitzung am 1. April 2020 mit der dann aktuellen Lage auseinandersetzen und anschließend mit Hinweisen für die Zeit nach dem 20.04.2020 auf alle Studenten zukommen.
www.hmdk-stuttgart.de

Desweiteren erinnert die Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart an die Bewerbungsfrist für das kommende Wintersemester zum 15. April 2020


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Coronavirus: Land NRW beschließt Soforthilfen für freie Künstler*innen

20.03.2020

Die Landesregierung Nordhrein-Westfalens hat am 20. März verschiedene Maßnahmen beschlossen, um freien Künstler*innen zu helfen und Liquiditätsengpässe zu vermeiden.

Die Maßnahmen in Kurzform:

  • Soforthilfe von bis zu 2.000 Euro:
    In Höhe von zunächst fünf Millionen Euro unterstützt die Landesregierung freischaffende, professionelle Künstler*innen, die in finanzielle Engpässe geraten. Sie erhalten eine existenzsichernde Einmalzahlung in Höhe von bis zu 2.000 Euro, die nicht zurückgezahlt werden muss. Die Soforthilfe kann bei den zuständigen Bezirksregierungen beantragt werden und muss nicht zurückgezahlt werden.
  • Anpassungen im regulären Förderverfahren:
    Bereits bewilligte bzw. derzeit noch in Prüfung befindliche Förderungen in Höhe von mehr als 120 Millionen Euro werden in jedem Falle ausgezahlt – auch dann, wenn die Veranstaltungen und Projekte wegen Corona abgesagt oder verschoben werden müssen.
  • Zusätzliche Ausnahmeregelungen für Veranstalter und Einrichtungen:
    Ausfallkosten, die durch Absagen entstehen, können als zuwendungsfähige Ausgaben im Rahmen der Förderungen anerkannt werden sowie die üblicherweise bei geltenden Zwei-Monats-Fristen gelockert werden.

Antragsformulare und weitere Informationen:
www.nrw-lfdk.de

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Krisen-Programme zu Corona-Virus auch für Kultur- und Kreativwirtschaft

Die Länderkulturminister werden sich gemeinsam dafür einsetzen, dass bei Krisen-Programmen, die seitens des Bundes und der Länder zur Stabilisierung der Wirtschaft aufgelegt werden, die Kultur und Kreativwirtschaft mit einbezogen werden und mit ihren Anliegen klar Berücksichtigung finden.

Kultureinrichtungen sind Orte, in denen sich Menschen aus allen Generationen und aus der ganzen Welt zusammenfinden, um Kultur zu genießen. Auch in diesen, in der Regel geschlossenen Räumen, besteht die Gefahr, sich mit dem Corona-Virus anzustecken. Dies gilt insbesondere mit Blick auf die Risikogruppen.

Die Kulturminister sind sich einig darin, dass die Gesundheit der Bevölkerung absolute Priorität hat. Bayerns Kunstminister Bernd Sibler, der in diesem Jahr den Vorsitz der Kulturministerkonferenz führt, sagt: „In einer humanen und demokratischen Gesellschaft gilt es, zusammenzuhalten und auf diejenigen besonders zu achten, die Schutz brauchen und besonders gefährdet sind.“ Deshalb müsse alles getan werden, die Verbreitung des Virus in der Bevölkerung zu verlangsamen und abzumildern und das Gesundheitssystem funktionsfähig zu halten. Hierzu sind alle geeigneten Maßnahmen zu treffen.

Dies hat dazu geführt, dass vielerorts auch die Durchführung von kulturellen Veranstaltungen untersagt wird. Zudem werden bestimmte, besonders gefährdete Besuchergruppen aufgefordert, Veranstaltungen generell zu meiden.

Von den wirtschaftlichen Folgen dieser Entwicklung werden staatliche und private Kultureinrichtungen und kulturelle Veranstaltungsbetriebe sowie Künstlerinnen und Künstler massiv betroffen sein. Es entstehen schon jetzt wirtschaftliche Einbußen, die Institutionen gefährden und Existenzen bedrohen können.

Hierüber wurde am Rande der Kulturministerkonferenz am Freitag über alle Parteigrenzen hinweg große Einigkeit erzielt.Im Anhang finden sie den entsprechenden Beschluss zur wirtschaftlichen Unterstützung der Kultureinrichtungen und der Kulturschaffenden in der Abfederung der Folgen der COVID-19 Pandemie.

Torsten Heil
Pressesprecher / Press Officer
Sekretariat der Kultusministerkonferenz (KMK)
Pressestelle
Taubenstr. 10
10117 Berlin

Weitere Informationen zum Beschluss zur wirtschaftlichen Unterstützung der Kultureinrichtungen und der Kulturschaffenden in der Abfederung der Folgen der COVID-19 Pandemie:

Pressemitteilung BKM Grütters 11_03_2020
akku_Hilfsfonds für Kultureinrichtungen…
Hinweise RKI zu Grossveranstaltungen
Ergänzung Veranstaltungen