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Anton Duša 1933 – 2016

Am 6. Juli verstarb nach längerer Krankheit im 84. Lebensjahr der aus Banská Bystrica in der Slowakei stammende Anton Duša.
Anton Duša gehörte gemeinsam mit seiner Frau Jana Pogorielová zu den bekanntesten Bühnenbildnern des slowakischen Puppenspiels. Beide arbeiteten seit 1959 in der slowakischen Szene. Anton Duša war zwischen 1960 und 1993 Bühnentechniker und Werkstattleiter in den staatlichen Puppentheatern von Banská Bystrica, Košice und Žilina. Seitdem arbeitete er freiberuflich für verschiedene Theater und gab sein umfangreiches Wissen an seinen Sohn Miro weiter, der heute ein gefragter Bühnenbildner u.a. für das slowakische Fernsehen ist.
In Deutschland wurden Anton Duša und seine Frau vor allem durch mehrere Arbeiten für das Marionettentheater Steinau und seit 1996 für die die fundus-MARIONETTEN-dresden bekannt.
Eibesthaler_Passion_Puppenbauer_Anton_Dusa.jpg1999 hatte ihr Lebenswerk „Die Eibesthaler Passion“ im gleichnamigen Ort Premiere. Sie ist nach wie vor das einzige Passionsspiel einer Dorfgemeinschaft mit Figuren. Inspiriert von spätgotischen Altarfiguren ihrer Heimat schufen die beiden die rund einen Meter großen 28 Holzfiguren und das Bühnenbild. Als zentrales Bühnenelement bauten sie eine beeindruckende Weinviertler Weinpresse mitsamt Presskorb nach. Mehr als zwei Jahre investierten die Puppentheater-Künstler in diese Arbeit und legten somit einen wesentlichen Grundstein für „Die Eibesthaler Passion“. Immer in Erinnerung bleiben wird Anton Duša vor allem aber auch durch die von ihm gestaltete Ausstellungsvitrine, die das ganze Jahr über in der Eibesthaler Pfarrkirche steht.

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Arte Film: „Poesie der Fäden“

Liebe Figurentheaterfreunde,

nach der Erstausstrahlung im September 2013 ist am Di. 14.6.2016 der Film „Poesie der Fäden“ zu später Stunde auf Arte wiederholt worden.

Die Filmemacherin Manuelle Blanc hat im Figurentheater Tübingen die drei Marionettenspieler Frank Soehnle, Alice Therese Gottschalk und Raphael Mürle bei der Probenarbeit zu der Inszenierung „Wunderkammer – Betrachtungen über das Staunen“ begleitet. Dabei ist ein sehr sehenswerter 25-minütiger Film entstanden! Der Film ist leider nicht mehr im Netz zu finden, hier gibt es aber noch die Beschreibung des Films auf der Arte-Website

Mit freundlichen Grüßen

Raphael Mürle

Figurentheater Raphael Mürle
Geschäftsstelle
Kirchenstr. 6
75172 Pforzheim
Tel. 07231/465650
www.figurentheater-pforzheim.de

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Besuch im Studio Roser

Liebe Figurentheaterinteressierte und Freunde,

Der Verein der Freunde des Augsburger Puppenspiels fährt am Sonntag 25. September 2016 in das Studio Roser in Buoch Bei Stuttgart.
Frau Höfer wird uns empfangen und mit einem Vortrag und einer Präsentation einen Einblick in die geniale Arbeit und Werke von Albrecht Roser geben. Albrecht Roser ist leider vor 4 Jahre verstorben, aber man kann seine Figuren und seine Arbeit in seinem Studio betrachten und teilweise auch ausprobieren. Ich war erst vor kurzem selbst dort und fand es eine berührende Begegnung mit bekannten Figuren und sehr anregenden Ideen.

Wer Interesse hat, sich an diesen „Ausflug“ mit anzuhängen, melde sich bitte bei mir. Es kostet 10 Euro pro Person. Wir würden uns am Nachmittag dort vor Ort treffen. Nähere Informationen lasse ich euch nach der Anmeldung noch zukommen.

Und dann gleich mal zum Vormerken:
Folgende Fortbildungen sind vom Verband Bayrischer Amateurtheater, Figurentheater für 2017 geplant:
3. – 5. 2.2017 und 17. – 19.3.2017 Klappmaulpuppenbau und -spiel mit Bodo Schulte (Teilnahme nur an beiden Wochenenden  möglich)
13. – 15.10.2016 Figurenköpfe und Hände zeichnen und entwicklen mit Jürgen Maaßen.

Nähere Informationen folgen noch – also erstmal „save the date“

Viele Grüße und frohes Schaffen
Angelika Albrecht-Schaffer

Figurentheater Kladderadatsch
Angelika Albrecht-Schaffer
Äußeres Pfaffengäßchen 26
86152 Augsburg
Tel.: 0821 /151559
gelikatessen@hotmail.de

 

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10 Jahre DUNDU – Sharing the Light

DUNDU_vorderseite

Die weltweit größten freispielbaren Puppen werden von fünf Spielern in Harmonie mit der Musik zum Leben erweckt. Dabei schenken sie magische und unvergessliche Momente und verleihen Ihren Ideen fantastische Gestalt. Jede Bewegung der Figur ist ein Resultat kollektiver Impulse im Hier und Jetzt. Einzelne Faserstränge die DUNDUs transparenten Körper erschaffen, überkreuzen sich und bilden ein Netzwerk aus Freiraum und Verbindung, Synonym für die Kreativität der Menschen.

DUNDU lädt ein zu einer leuchtenden musikalischen Sommernacht vor der historischen Kulisse des Schloss Rosenstein. In Kooperation mit dem Naturkundemuseums wollen wir an diesem Wochenende ein Zeichen setzen für Kooperation in Kunst und Kultur:
Ein Geschenk für Stuttgart und auch das Rosenstein-Viertel, was sich die nächsten Jahre stark verändern wird. Wir wollen einen Impuls für gemeinsame Aktionen geben und über Kulturen hinweg Begegnungen zu schaffen und künstlerisches Momentum kreieren.
Ein Wochenende in dem auch gemeinsam das 225 + 10 = 235-jährige Jubiläum gefeiert wird und alle Bürger Stuttgarts herzlich willkommen sind.

Zum Programm:

10. Juni: ab 10 Uhr
Presse-Frühstück im DUNDU Atelier an den Wagenhallen
Innerer Nordbahnhof 2, 70191 Stuttgart
10 Jahre DU UND DU – Vergangenheit – One Moment in Time – Zukunft
Ausstellungseröffnung – 10 Jahre DUNDU: Eine leuchtende Erfolgsgeschichte von den Wagenhallen in die Welt und zurück

Samstag 11. Juni von 18 bis 23 Uhr
lädt DUNDU zu einer leuchtenden musikalischen Sommernacht vor der Kulisse des Schloss Rosensteins ( Eintritt frei)
Live-Musik, Großpuppen, Tanz, Speisen und Getränke und viele nette Menschen.
Von 18 bis 21 Uhr sind Straßenkünstler und Musiker eingeladen ein lockeres Vorprogramm zu gestalten, anschließend kommt DUNDU mit DUNDUMUSIK für besondere Momente zu einem theatralen Intermezzo.
Ausklingen wird das ganze bei einer Silent-Disco im Park

In Kooperation mit dem Naturkundemuseum welches 225 Jahre feiert machen wir ein Geschenk an Stuttgart und alle unsere Freunde.
12. Juni Sonntag ab 10 Uhr
Interaktive Begleitung des Bürgertags durch DUNDU im Park
verschiedene Workshops (Karikatur / Body-Painting – Henna – Hula Hoop)
Ab 18 Uhr Konzert – (S. Charisius – KORA (Westafrikas Harfe), M. Dioubate – Balafon/ Gesang, Bakary Kone – Percussion, M. Schneider-Hollek – Elektronik/ Flöten, M. Andersson – Piano, Bassklarinette)
anschließend gegen 20 Uhr DUNDU-Walk vom Schloss Rosenstein zum Flora & Fauna —> Public Viewing

Dundu – Der sanfte Riese

 

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Sonderausstellung in Augsburg


»Wer will Fleißige Handwerker seh’n …«

Hand-Werk-Kunst im Puppenspiel
Sonderausstellung im Augsburger Puppentheatermuseum »die Kiste«
vom 08. Juni 2016 bis 15. Januar 2017

Entsprechend dem alten Volkslied werden in der kommenden Sonderausstellung im Augsburger Puppentheatermuseum »die Kiste« eifrige Handwerker, Meister und andere Gesellen zu sehen sein.

Diese hölzernen Arbeiter an Fäden symbolisieren dabei in besonderem Maße eine spannende Verbindung zwischen dem Werken mit Händen und der Kunst. Denn schon für die Entstehung der Figuren erfordert es eine gewisse Begabung, um in kunstvoller Weise einem Stück Holz Leben einzuhauchen. Die Ausstellung hebt so die Kombination von »Kunst« und »Handwerk« hervor.

Um nicht nur althergebrachtes zu zeigen, sondern auch einen Einblick in den aktuellen und zukünftigen Stand des Handwerks zu geben, stellt die Handwerkskammer für Schwaben und einige Innungen interessantes und außergewöhnliches Handwerkszeug für diese Sonderausstellung zur Verfügung. Die Schirmherrschaft für diese Sonderausstellung hat freundlicherweise Herr Hans-Peter Rauch, Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, übernommen.

Märchen, Legenden und Sagen sind voll von den »fleißigen Handwerkern« – viele davon tauchen auch in den Theaterstücken der »Augsburger Puppenkiste« und anderer Puppen- und Figurentheater auf. Zu sehen sind z.B. ein Müller vom »Puppentheater Köln« und ein Schuster des »Figurentheater Himmelreicher«. Internationale Exponate werden vom Nationalmuseum Prag beigesteuert. Schuster, Schneider und Schmied bereichern als »Leiharbeiter« das Augsburger Puppentheatermuseum.

»Stein auf Stein, das Häuschen wird bald fertig sein« – dieser und andere Reime aus dem bekannten Kinderlied werden bis zum 15. Januar 2017 im Augsburger Puppentheatermuseum »die Kiste« liebevoll mit Leben gefüllt und bringen den Besuchern das Handwerk näher.

Wie immer wird das Ausstellungsthema mit kindgerechten Workshops abgerundet und von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet. Die Termine entnehmen Sie bitte der Museums-Website. Diese Ausstellung ist ein Erlebnis für die ganze Familie.

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Einführung in das Marionettenspiel

06.08.2016 – 13.08.2016
Ort: La Vivandiere, Nyons, Frankreich
Leitung: Alice Therese Gottschalk

Wie wird ein Material, Objekt, eine Handpuppe oder eine Fadenmarionette in den Augen des Betrachters lebendig? Der Workshop gibt einen Überblick über die unterschiedlichen Figurenarten und ihre Spielweise.
Die Teilnehmer forschen, ausgehend von der einfachsten Marionette, der Kugel am Faden, das Bewegungsverhalten einer Figur. Gemeinsam wird eine kleine Kopf-Schulter-Marionette nach Prof. Albrecht Roser gebaut. Diese Marionettenform garantiert einen einfachen Einstieg in das Thema Fadenmarionette. Dabei gehen wir der Frage nach, welche Gestaltungsmerkmale zu einem ausdrucksstarker Puppenkopf führen.
Die Teilnehmer erarbeiten eigene kleine Szenen, indem sie der Bewegung des Materials, Objekts, Handpuppe oder Fadenmarionette und ihrer Ausdruckskraft folgen.Wenn Teilnehmer schon eigene Marionetten besitzen können diese mitgebrachte werden. Gemeinsam erforschen wir ihr Bewegungspotential und ihre Geschichten.

Die Dozentin:
Alice Therese Gottschalk (geb. Böhm) baute mit 16 Jahren die ersten Marionetten.
2000-2004 Studium des Figurentheaters an der Schauspielschule »Ernst-Busch« in Berlin und an der »Hochschule für Musik und Darstellende Kunst« in Stuttgart. Ihr Diplom machte sie im Oktober 2004. Im selben Jahr gründete sie das FAB-Theater als freies Tourneetheater, das je nach Inszenierung mit unterschiedlichen Musikern, Sprechern und Figurenspielern kooperiert. Sie ist Dozentin an der PH Heidelberg, bei der »O’Neill Puppetry Conference« in Connecticut/USA, Gastdozentin an Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Stuttgart, sowie beim deutsch französischen Forum Bayreuth. Sie zeigt ihre Stücke und Marionettenszenen in Deutschland, Österreich, Polen, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Lettland, Niederlande, USA. Sie arbeitet in Kooperationen als Darstellerin und Figurenspielerin, Figurenbauerin und Regisseurin.
Ihr Schwerpunkt ist die Fadenmarionette oder was sich an Fäden bewegen lässt, nach der Lehre von Prof. Albrecht Roser.

Der Ort:
Die Kurse finden in unserem Kulturzentrum in der Altstadt von Nyons statt. Es befindet sich in den Gebäuden einer ehemaligen Marmeladenfabrik, der PDP (»Aux Produits du Dauphine et de Provence«). Diese Fabrik wurde 1990 geschlossen und 2009 renoviert.
Der 130 qm große klimatisierte Raum ausgerüstet mit Parkett (Doppelschwingboden), 40 qm großer Mezzanine, Umkleideräumen, Toiletten und Duschen liegt direkt am Fluss, neben der 600 Jahre alten romanischen Brücke von Nyons. Ein großer Hof sowie ein Waldstück zum Fluss hin steht uns zur Verfügung.

Anmeldung unter: www.schauspiel.de

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Maskenbau-Workshop in Bayreuth

Für einen dt.-frz. Maskenbau-Workshop vom 26.05. bis 05.06.2016 in Bayreuth mit den Dozenten Jens Hübner (D) und Alberto Nason (F) ist das deutsch-französische forum junger kunst (forum) noch dringend auf der Suche nach Teilnehmern zwischen 18 und 30 Jahren.
Im Fokus steht die Theatermaske, deren Gestaltungsmöglichkeiten sowie Anfertigung aus Pappmaché und nach Methoden der Commedia dell’Arte aus Leder. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Die Masken können im Anschluss mitgenommen werden.

Angesprochen ist jede Person, die Interesse an Theatermasken sowie Spaß an interkultureller sowie praktischer Workshop-Erfahrung hat. Betreut wird der Workshop organisatorisch und pädagogisch durch das Team des forum, das seit über 25 Jahren Kurse in den Bereichen Bildende und Darstellende Kunst anbietet. Der Workshop findet im Kurszeitraum 26.05. bis 05.06.2016 ganztägig von ca. 10 bis 19 Uhr in Bayreuth statt. Fahrtkosten können teilweise erstattet werden. Eine Teilnahmegebühr wird erhoben.

Ihr müsst Euch nur noch bewerben! Bitte leitet das Workshop-Angebot gerne auch an weitere Interessierte weiter!
Infos: forum-forum oder bei facebook
Download Flyer

Das forum freut sich auf spannende Bewerbungen!
Bei evtl. Rückfragen oder Anregungen gerne direkt mit dem forum Kontakt aufnehmen per E-Mail an info@forum-bayreuth.de oder per Telefon unter der Nummer 0921-9 800 900.

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Rhetorik-, Spiel- und Theaterworkshop

»Sprache, Witz und eine Bühne« für ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter/innen der Jugendarbeit und alle, die es interessiert.

Arbeit mit Kindern und Jugendlichen soll vor allem Spaß machen und benötigt Sicherheit, Erfahrung und Stehvermögen auf Seiten des Anleiters. Doch wie erreiche ich das? Die Teilnehmer/innen erlernen über Spieltechniken der Theaterpädagogik und des Puppenspiels rhetorische Spielformen, die ihnen in ihren Aufgaben in Jugendarbeit, Schule, Zeltlager etc. neue Zugänge erschließen sollen.
Einen idealen Zugang zu ersten rhetorischen Übungen und zur Theaterarbeit bietet die Welt des komischen Theaterspiels. Spieltechniken, Sprachübungen und Körperübungen des komischen Theaters und der Clownerie werden vorgestellt. Wir entwickeln gemeinsam witzige Figuren und Geschichten. Improvisationsübungen, Rhetorik- und Interaktionsspiele schulen das eigene Stehvermögen im Alltag, vor Gruppen und auf der Bühne. Alle Übungen können gleichzeitig später auch in der eigenen Arbeit mit Theater-, Kinder- und Jugendgruppen eingesetzt werden.
Ein Schwerpunkt des Workshops widmet sich dem Thema Puppenbau und Puppenspiel. Gerade diese Techniken lassen sich in die Jugendarbeit vor Ort, Zeltlager und Unterricht sehr gut einbauen und bieten daher eine ideale Grundlage für den Anwendungsteil der Fortbildung.

Im Anwendungsteil werden die Kursteilnehmer/innen gemeinsam mit den Referenten eigene Workshops innerhalb des ZirkARTfestivals anbieten. Hier bietet sich die einmalige Chance, unter Anleitung das Gelernte um- und einzusetzen, und ein direktes Feedback von Kindern, Jugendlichen, Kurskollegen/innen und Kursleitung zu bekommen.
Geleitet werden die Workshops Theaterpädagogik, Rhetorik sowie Puppenbau und Spiel von Volker Traumann und Thomas Glasmeyer vom Fränkischen Theatersommer – Landesbühne Oberfranken.

Ausschreibung  (PDF 270 KB)

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Schnitzkurs mit Jürgen Maaßen

Hier gibt es einen interessantes Video von Jens Welsch über einen Schnitzkurs mit Jürgen Maaßen zum Thema Haare-Schnitzen – eine haarige Angelegenheit.
Jürgen Maaßen zählt zu den bekanntesten deutschen Figurengestaltern und in diesem Schnitzkurs zeigt er den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, wie man einer Figur die Haarpracht nach Fritz Herbert Bross geben kann.

Zum Video

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Schnellster Marathon mit Handpuppe

MomsenHamburg, 18.04.2016 – Puppen-Weltrekord beim »Haspa Marathon Hamburg«. Getragen von seinem Puppenspieler erzielt NDR-Gesicht und »Klappmaulkomiker« Werner Momsen den »schnellsten Marathon mit Handpuppe«.
Dabei wäre der Rekordversuch um ein Haar gescheitert, und das sogar bereits vor dem eigentlichen Start. Was war passiert? Nach den Rekordregeln muss der laufende Puppenspieler nicht nur die gesamte Zeit seine mindestens 5 kg schwere Handpuppe tragen, sondern wie beim eigentlichen Puppenspiel auch eine Haube tragen, die das gesamte Gesicht verdeckt. Doch diese erschwerten Marathonbedingungen für den stets unsichtbaren »Hintermann« Detlef Wutschik riefen unerwartet die Ordnungshüter auf den Plan, die von einem bewussten Verstoß gegen das Vermummungsverbot ausgingen und den Lauf des Gespanns Wutschik/Momsen verhindern wollten. Doch glücklicherweise konnte das Missverständnis umgehend aufgeklärt werden, und Rennen und Rekordversuch fanden statt wie geplant.

Voraussetzung für den Erstrekord dieser Rekordkategorie ist eine Zeit unter 4 Std. 46 Min., die Wutschik/Momsen beim Hamburg Marathon 2014 erreicht hatten.
Für das REKORD-INSTITUT für DEUTSCHLAND war Rekordrichter Olaf Kuchenbecker zum »Haspa Marathon Hamburg« gekommen, um den Weltrekordversuch dort zu prüfen und direkt nach dem Zieleinlauf zu zertifizieren. Mit einer Zeit von 4 Std. 31,08 Sek. holen sich Puppe und Spieler tatsächlich den Weltrekord. Das verstärkte Training hat sich also ausgezahlt, nachdem es 2015 noch nicht gelungen war, den Rekord anzugreifen. »Für einen solchen Weltrekord ist eine normale kleine Fingerhandpuppe nicht ausreichend«, erläutert Kuchenbecker. »Die für diese Rekordkategorie zugelassenen Puppen müssen nahezu lebensgroß und mindestens 5 kg schwer sein, und der Läufer muss sich so kleiden, wie er es sonst beim Puppenspielen tut, inklusive der verdeckenden Gesichtshaube«.