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Dessau sucht einen Puppenspieler

Das Anhaltische Theater Dessau sucht für seine Sparte Puppentheater ab der Spielzeit 2016/2017 (Vorproben ab Mai 2016) einen Puppenspieler.

Interessenten wenden sich bis zum 31.03.2016. bitte an
Anhaltisches Theater Dessau
Personalabteilung
Friedensplatz 1 A
06844 Dessau-Roßlau
www.anhaltisches-theater.de

oder per Mail an
personal@anhaltisches-theater.de

Weitere Informationen auch auf: www.theapolis.de

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Internationaler Tag des Puppenspiels

Internationaler Tag des Puppenspiels am 21. März 2016

Am 2. Januar 2016 starb Professor Jurkowski. Dieser für die internationale Puppenszene so wichtige Künstler war eine beeindruckende Persönlichkeit als Lehrer, Forscher, Theaterkritiker und Antropologe. Er widmete sein Leben der Kunst des Puppenspiels. Freude und Bewunderer hatte er in der ganzen Welt.
Um in seinem Geist zu wirken beschloss die internationale UNIMA für den Internationalen Tag des Puppenspiels 2016 den Text zu nutzen, den er in unvergleichlicher Art für den selben Tag im Jahr 2011 schrieb:

International Message for the World Puppetry Day March 21st, 2016
by Henryk Jurkowski


Here I am, in the town of Omsk in Western Siberia. I enter the ethnographic museum where my eyes are immediately drawn to the great display case where dozens of figures – idols of the Ugrofine tribes, the Menses and the Chantes, are to be seen. They seem to greet every visitor. My instinct moves me to respond and I greet them in return. They are magnificent. They represent a surviving trace of the spirituality of generations of primitive humanity. They and their imaginary world are at the root of the first manifestations and images of theatre, both sacred and profane.

Art collections are overflowing with idols and sacred figures which little by little fade from memory. But in the museums there are also puppets which even now guard the imprint of the hands of their creators and manipulators. In other words, these puppets retain traces of human dexterity, fantasy and spirituality. Puppet collections exist on every continent and in almost every country, the pride of their collectors. They constitute important sites for research, guarding vital memories while bringing important proof of the diversity of our discipline.

Art, as with many other human activities, is subject to two tendencies: unification and differentiation. Today we see the co-existence of the two tendencies in cultural activities. We clearly observe how easy it is to travel, in the air or via the internet, which multiplies the number of contacts we make in the various congresses and festivals, leading to greater unification. Soon we will indeed live in the global village of McLuhan.

This state of things does not mean that we have completely lost our feeling for cultural differences, rather that a great number of theatre companies will henceforward use similar means of expression. Styles of puppetry such as the ningyo joruri of Japan and the wayang of Indonesia have been assimilated both in Europe and America. At the same time groups from Asia and Africa are using European puppet techniques.

My friends tell me that if a young Japanese artist can become a virtuoso player of Chopin, so an American can become a master of /joruri /or a dalang performing /wayang purwa. I would agree with them, on condition that the puppeteer assimilates not simply the technique but also the culture associated with it.

Many artists have been satisfied with the exterior beauty of a puppet which nevertheless holds for the spectator the potential for discovering other forms of art. In this way the puppet invades new territories. Even within the actors‘ theatre, it has become the source of many metaphors.

The widespread presence of the ancient figurative puppet is now linked to a movement in inverse proportion to the territory it occupied before. This is due to the invasion of the object and, on an even bigger scale, to everything related to matter. Because every object, all matter, when animated, speaks to us, each demanding its right to a theatre life. Thus from now on the object will replace the figurative puppet, opening a pathway for the artist which leads to a new poetic language, to creations full of rich and dynamic images.

The imagery and the metaphors which were once characteristic of each type of puppet, distinguishing the one from the other, have today become a source of expression for each individual puppeteer. Thus we have a new single, poetic language depending not on a generic tradition but on the talent of the artist and his or her individual creativity. Unification of the means of expression has given rise to differentiation. The global village of McLuhan has become its antipodes. The various means of expression have become the instruments of an individual language which always prefers original solutions. Of course, the tradition of the figurative puppet has not disappeared over the horizon. Let us hope that it will always remain as a valuable point of reference.

Henryk Jurkowski – 2011

 

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Ausschreibung Kooperationsprojekte 2016

Ausschreibung 2016 für Kooperationsprojekte in den Darstellenden Künsten mit Partnern aus Nordafrika oder Osteuropa

Anträge für internationale Kooperationen in den Darstellenden Künsten mit Partnern aus Nordafrika oder Osteuropa können ab jetzt eingereicht werden! Gesucht werden binationale Partnerschaften zur Anbahnung, Entwicklung und Durchführung neuer künstlerischer Projekte. In einem Zeitraum von bis zu zwei Jahren sollen Künstler Raum und Zeit für Begegnungen sowie Gelegenheit zum intensiven Austausch erhalten. Bereits existierende Kontakte können vertieft oder neue aufgebaut werden.
Die Ausschreibung richtet sich an Stadt- und Staatstheater sowie Freie Gruppen aus dem deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz), die zusammen mit einem Partner aus Nordafrika oder Osteuropa ein künstlerisches Projekt entwickeln. Szenenwechsel ist offen für alle Sparten der Darstellenden Künste. Eine öffentliche Präsentation der geförderten Projekte soll in beiden Ländern, in jedem Fall aber im deutschsprachigen Partnerland erfolgen.

Die Jury wählt 10-12 Kooperationsprojekte zur Förderung in Höhe von bis zu 15.000 Euro aus. In der Jury sind: Tilmann Broszat (Leiter Festival SPIELART München), Annette Dabs (Leiterin Bochumer Figurentheater Festival Fidena), Stefan Schmidtke (Künstlerischer Leiter Schauspiel Wiener Festwochen), Branko Šimic (Regisseur, KRASS Festival) und Elisabeth Wellershaus (Kulturjournalistin).

Anträge können bis zum 15. Februar 2016 online in Deutsch und Englisch gestellt werden. Partner aus den nordafrikanischen oder osteuropäischen Ländern reichen ihren Antrag gemeinsam mit einem Partner aus dem deutschsprachigen Raum ein.

Nähere Informationen und den Link zum Antragsformular finden Sie unter: www.szenenwechsel.org
PDF-Download: Szenenwechsel Faltblatt (DE) (1,7 MB)
Jeannette Franke

Internationales Theaterinstitut
Zentrum Bundesrepublik Deutschland
Mariannenplatz 2
10997 Berlin
Tel.:+49 (0)30 6110765-14
Fax: +49 (0)30 611 07 65 22
E-Mail: j.franke@iti-germany.de
www.iti-germany.de 
ITI auf Facebook: www.facebook.com/iti.germany

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Theaterpreis des Bundes

Zum ersten Mal wurde der Theaterpreis des Bundes, von Staatsministerin für Kultur und Medien, Prof. Monika Grütters, für eine besondere Leistung kleinerer und mittlerer Theater verliehen.

12 Theater wurden mit dem Preis und Preisgeldern zwischen 50.000 und 80.000 Euro ausgezeichnet:
Anhaltisches Theater Dessau
Das letzte Kleinod, Schiffdorf / Gestenseeth
Heimathafen Neukölln, Berlin
Forum Freies Theater, Düsseldorf
Maxim Gorki Theater, Berlin
Stadttheater Bremerhaven
Städtische Bühnen Osnabrück
Theater der Altmark, Stendal
Theater Oberhausen

FUNDUS Theater, Wandsbek
„Das „FUNDUS Theater“ im Hamburger Stadtteil Wandsbek ist ein in seiner Art einzigartiges Kindertheater in Deutschland, das sich als soziale Experimentierstätte versteht und Kinder zu Erforschern der sie umgebenden Wirklichkeit macht. Gelungene szenische Projekte wie der Klassentausch, die Kinderbank und der Haarsalon lassen Kinder unterschiedlichster Herkunft im Rollentausch die Welt erfahren. Empathie und Neugier werden so zu den wichtigsten Instrumenten spielerisch die Zukunft zu gestalten. Mit dem „FUNDUS Theater“ möchte die Jury ein besonders mutiges und waches Kindertheater auszeichnen, das erfolgreich seinen Weg abseits der erprobten Formen geht.“ – Jurybegründung

Lindenfels Westflügel, Leipzig
„Mit dem Preis für das Figurentheaterzentrum „Westflügel Leipzig“ möchte die Jury ein Theatergenre würdigen, das oft im Schatten der medialen Aufmerksamkeit steht. Der „Westflügel“ ist ein Ort, der der Öffentlichkeit ein bemerkenswert breites Spektrum des nationalen und internationalen Figurentheaters präsentiert. Im Zentrum des Programms stehen die Produktionen des Hausensembles „Wilde & Vogel“, darüber hinaus werden zahlreiche internationale Kooperationen, Arbeiten von Nachwuchskünstlern sowie Workshops und andere Diskursplattformen initiiert, außerdem besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem „FITZ! – Zentrum für Figurentheater Stuttgart“. Damit hat sich der „Westflügel“ nicht nur zu einem bemerkenswerten Produktionsort, sondern darüber hinaus zu einem Thinktank heutigen Figurentheaters entwickelt.“ – Jurybegründung

Theater der Jungen Welt, Leipzig
„Das Leipziger „Theater der Jungen Welt“ ist nicht nur ein Haus mit großer Tradition im Kinder- und Jugendtheaterbereich, es hat sich auch bestens für die Gegenwart und Zukunft aufgestellt: Der Spielplan ist mit ungewöhnlichen Stückentwicklungen, mit Gegenwartsdramatik und experimentellen Tanzprojekten konzipiert – die dann ein starkes Ensemble auf kontinuierlich hohem Niveau für die Bühne umsetzt. Originäre Stoffe und vielfältige Regiehandschriften fordern die jungen Zuschauer (und Erwachsene!) auch ästhetisch immer wieder beispielhaft heraus, sich mit den eigenen widersprüchlichen Gefühlen und Haltungen wie mit den Ambivalenzen der sie umgebenden Welt auseinanderzusetzen.“ – Jurybegründung

Insgesamt kamen 180 Gäste zur Preisverleihung am 29. Januar 2016 in die Akademie der Künste Berlin.
Durch den Abend führte der Moderator, Tobi Müller. Für die musikalische Unterhaltung sorgte Balbina.
„Ich verstehe den Preis als ‚Ermutigungspreis‘. Er soll die Theater in ihrer Rolle als Orte der ästhetischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Themen würdigen und stärken. Die Auswahl der Preisträger spiegelt die einzigartige künstlerische Vielfalt der Theaterlandschaft in Deutschland“, so Kulturstaatsministerin Monika Grütters.

Der Theaterpreis des Bundes richtet sich an kleine und mittlere Theater – insbesondere auch jenseits der Metropolen -, deren Programm in der Spielzeit 2014/15 Grundlage der Bewertung war. Mit den Preisgeldern in Höhe von insgesamt 900.000 Euro möchte der Bund diese Bühnen ermutigen, erfolgreiche Beispiele einer in die Stadtgesellschaft wirkenden Kulturarbeit fortzuführen.

Der Jury gehörten an: Barbara Behrendt, Holger Bergmann, Detlef Brandenburg, Barbara Mundel, Anne Peter. Die Realisierung des Theaterpreises erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Bundesrepublik Deutschland des Internationalen Theaterinstituts (ITI).

Internationales Theaterinstitut (ITI)
Mariannenplatz 2, 10997 Berlin
Michael Freundt, Stellv. Direktor
Tel. 030 / 611 0765 13
E-Mail: theaterpreis@iti-germany.de
Weitere Informationen: www.iti-germany.de

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Spanische Puppenspieler von Gefängnis bedroht

Alfons und Raul – zwei spanische Puppenspieler – sitzen derzeit im Gefängnis, ohne die Option gegen eine Kaution entlassen zu werden. Anklage: „Die Ermutigung/Empfehlung zum Terrorismus“ in einer Puppenshow! Jeder, der „Don Crystobal“, die spanische Version des italienischen „Pulcinella“, englischen „Punch & Judy“ etc. kennt, weiß, dass der anarchistische Clown niemals zu Gewalt aufruft! Er hilft, auf gesunde Art und Weise unsere Gesellschaft zu reflektieren und darüber zu lachen, mit einer großen Liebe zum Leben und zur Freiheit und mit einer totalen Respektlosigkeit gegenüber Normen und Tabus. Man muss die Show nicht sehen oder mögen, aber verhaftet bitte nicht die Puppenspieler!!

Zur weiteren Erläuterung des Vorfalls:
Die zwei jungen spanischen Puppenspieler Alfónso Lazaro de la Torre und Raul Garcia Pérez verbringen nun schon ihren fünften Tag im Madrider Gefängnis.
Um zu verstehen, warum die Puppenspieler gefangen genommen wurden, ist es wichtig, die politische Landschaft in Madrid zu kennen.
Die Situation zwischen den Parteien des rechten und linken Flügels ist sehr angespannt und radikal. Mitglieder der Parteien des rechten Flügels kämpfen mit harten Bandagen gegen die linke Partei, die die Stadt regiert. Es sieht so aus, als ob die Puppenspieler Bauernopfer eines sehr komplexen politischen Kampfes geworden sind, dieses Puppendebakel somit als Ablenkungsmanöver scheint, das der rechte Flügel braucht, um von seinem eigenen Verhalten abzulenken.
Die Puppenspieler waren von der Stadt gebucht worden, um beim Madrider Karneval diese besondere Version des traditionellen „Don Christobal und die Hexe“ zu zeigen. Die Geschichte wurde erstmalig vom spanischen Dramatiker des 20. Jahrhunderts, Federico Garcia Lorca aufgeschrieben. Diese Charaktere von Punch und Judy (Kasper und Grete) sind sehr anarchistisch und radikal und nicht für Kinder geeignet. Das haben die Puppenspieler offensichtlich ihrem Publikum gesagt, bevor die Vorstellung letzten Freitag in den Straßen von Madrid begann. Die Kontroverse begann, als eine der Puppen ein ‚ETA‘-Poster in der Vorstellung hochhielt. Offensichtlich wurde dieses Poster von den Polizei-Charakteren genutzt, um die Hexe hereinzulegen – ein unschuldiger und törichter Versuch die „Hexe“ ins Gefängnis zu bekommen.
Einige Zuschauer haben die Polizei angerufen. Im Moment sind die Gründe unklar. Vielleicht liegt es an den unterschiedlichen politischen Ideologien, vielleicht wurde auch der satirische Plot nicht verstanden oder die Sprache war nicht verständlich genug, denn die Spieler benutzen eine Art Pfeife, die die Stimme verändert.
Der spanische Richter warf die Puppenspieler, ohne eine Option auf Kaution, sofort ins Gefängnis – ironischerweise genau wie in der Vorstellung, die gespielt wurde – so als ob die gespielte Szene nun im „wirklichen Leben“ weitergeht. Dass der Richter das Spiel so ernst nimmt, ist schon rätselhaft. Es scheint so, als würde man Kasper dafür gefangennehmen, dass er sein Baby umbringt – und das hat er ja schon über hunderte von Jahren immer wieder getan.
Gary Freedman

WIE WIR HELFEN KÖNNEN:
1. Unterzeichnet die Petition:

https://www.change.org/p/audiencia-nacional-manuela-carmena-ayuntamiento-de-madrid-libertad-sin-cargos-para-los-artistas-de-t%C3%ADteres-desde-abajo

2. Falls Ihr auf Facebook seid, tretet dieser Gruppe bei:

https://www.facebook.com/Libertad-Titiriteros-185826508446833/?fref=ts

3. Die Presse und lokale Politiker lassen die Puppenspieler wie Radikale erscheinen und ziehen deren Handlungen aus dem Kontext. Die internationale Puppenspieler-Gemeinschaft kann Videos, Photos, Erklärungen über die traditionelle Handpuppenspielkunst online posten mit dem Hashtag #‎libertadTitiriteros  and es an eventuelle spanische Freunde senden, so dass dieses es verbreiten können und die spanische Gesellschaft erkennt, dass Don Crystobal Teil einer weltweiten, Jahrhunderte alten Tradition ist. Dies könnte den Puppenspielern helfen. Weitere Hilfen könnten sein:
4.) Unterstützerbriefe und Interviews von Künstlern, Puppenspielern etc.
5.) Videos oder Dokumente von anderen Puppen diesen Schlags, die ähnliche Szenen spielen.

Dies ist die Mailadresse, an die ihr all dies senden könnt:
libertadtitiriteros@gmail.com

aus der UNIMA-Geschäftsstelle

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1. deutsche Figurentheater-Konferenz

vom 29. August bis 4. September 2016 in Northeim

Inspiriert von der »Eugen O‘Neill Puppetry Conference«, die in den USA seit vielen Jahren mit wachsendem Erfolg stattfindet, lädt die UNIMA Deutschland in Zusammenarbeit mit dem VDP zur 1. deutschen Figurentheater-Konferenz ein. Die Konferenz versteht sich ausdrücklich als Einladung an alle an der Kunst des Figurentheaters Interessierten, über alle Verbands- und Institutionsgrenzen und über die Trennung von Profis und Amateuren hinweg. Austausch und Fortbildung stehen im Zentrum dieses Treffens, mit dem die Kunstform gestärkt und ihr Profil geschärft werden soll. Veranstaltungsort ist zum Auftakt das Theater der Nacht in Northeim, Niedersachen.

Die Konferenz besteht aus zwei Teilen mit unterschiedlicher organisatorischer Struktur. Sie überschneiden sich und geben vielfache Möglichkeit zu Austausch und Fortbildung.

Der praktischen Teil bietet Workshops der international renommierten Figurentheaterkünstler Frank Soehnle, Neville Tranter und Alice Therese Gottschalk an.
Im Kurs Figuren an Fäden mit Frank Söhnle wird….
Neville Tranter zeigt, wie Leben in eine Puppe gebracht werden kann, um mit ihr zu arbeiten. 
Alice Therese Gottschalk baut mit den Teilnehmern Großfiguren nach der Papiertechnik von Albrecht Roser.
Der praktische Teil beginnt mit dem Gastspiel von Neville Tranter am Montag, den 29. August 2016 und umfasst die Workshops, das Gastspiel von Alice Therese Gottschalk, sowie die „Nacht der Puppen“ und die Parade. Auf diesen beiden Veranstaltungen können Workshopteilnehmer Ergebnisse und Eigenkreationen vorstellen. Den Abschluss bildet ein Auswertungsgespräch am Sonntag, den 4. September 2016.
Eine Teilnahme über die gesamte Dauer ist verbindlich.

Der theoretische Teil ist ein Symposium, das sich der Theoriebildung für das Figurentheaters widmet. In Zusammenarbeit mit der „AG Puppentheater“ in der
Dramaturgischen Gesellschaft treffen sich Theoretiker und Praktiker zu der Frage »Wie funktioniert Figurentheater? – Grundlegungen zu einer Theorie«
Das Symposium beginnt mit dem Besuch des Gastspiels und einem Kamingespräch am Freitag, den 2. September. Am Samstag finden Vorträge, Tischgespräche und der Besuch der „Nacht der Puppen“ statt. Das Symposium endet mit einem öffentlichen Podiumsdiskussion am Sonntag, den 4. September.

Ort: Theater der Nacht, Obere Str. 1, 37154 Northeim

Aktualisierte Informationen finden Sie ab März 2016 auf:
www.unima.de

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International Message from Behrooz Gharibpour for the World Puppetry Day 2015

I was ten years old when I saw my first traditional puppet show. I was ten years old when I fell in love with „Mubarak“, a love which has lasted through more than half a century and still occupies my whole mind and being.
I was twenty years old when compelled by this love, I searched every alley and street of Tehran to find the old, weary and worn out performers, and bring them back to life and into artistic circles and university art classes, with the hope that others would fall in love with my idols.
At the time, I imagined I was the only such lover in the world, but soon I realized that I was not and travelled to every corner of the world in order to discover the global fascination with puppetry, meeting admirers of puppet theatre everywhere from Italy, to the UK, India, China, Russia, US, France, Germany, and elsewhere.

I was ecstatic to discover that not only I was not alone and was instead only one among millions of others who loved puppetry, but also that „Mubarak“ is only one among tens of puppets that, for centuries, used comedy and sarcasm to instill hope and put smiles on the faces of men, women, and children who were too often gripped by fear and pain in a world that is full of war, poverty, violence, and destitute.

However, it did not take long for me to realize that my colleagues of the wider community of theatrical arts, looked down on puppetry with contempt, and regarded themselves and their stature too high to be a part of its world.
This was when I became intent on defending my beloved, as a warrior would defend a treasure, and to surrender my life to it and the unknown.
It was in this period that I grew increasingly appreciative of puppetry as a language as vast and deeply rooted as our age-old capacity for joy and sorrow, melancholy and happiness. I realized that every puppet is a symbolic representation of the world around us, and a reflection of every person who has lived before us.

This was when I came to fully appreciate why Omar Khayyam, the eminent Persian philosopher, mathematician, and poet-identified the world of man with a puppet performance in his brilliant quatrain:

We are the puppets and fate the puppeteer
This is not a metaphor, but a truth sincere
On this stage, fate for sometime our moves steer
Into the chest of non-existence, one by one disappear.

Behind the shadow drape are me and thee
But when drape shall fall ,me and thee will be dim.

ln my travels, reading and in conversation with other lovers of puppet theatre, it has become increasingly clear to me that the meaning of puppetry manifests with a diversity of forms and flavors in the minds of the various performers in each corner of the world, from that of Chikamatsu Monzaemon, to temple performers, and Sicilian artists, to the imagination and language of the Dhalangs in Indonesia, and from the perspective of the various directors and performers across the globe.

Thus, I came to firmly believe that we can use this thousand year old language of puppetry to critically perceive the world around us, and in doing so draw larger audiences to attend to and fall in love with this ancient art-form.

I hold the deep conviction that the discovery of puppetry has had as much of a transformative effect as the discovery of the wheel, and has been at least as effective in helping to reduce the distances and the communicational rifts between us.
This is perhaps because even a deeply philosophical puppet play has the ability to awaken an element of childhood in the audiences‘ consciousness, with which they are emancipated from the illusions of age and time, and discover a fantastical world where objects made of wood and other inanimate materials come to life.
Perhaps the biggest responsibility of any artist in the field of puppetry, regardless of their language, citizenship or background, is to awaken this „child“ in the hearts of the millions of fellow human beings who have polluted our world with blood and violence.
Puppetry and us, the admirers of this treasured relic from our ancestors, are thus responsible to help reduce the evil and animosity in our human family, and help remind people of childhood, its joys, and its wonderful dreams …
Today is for those who awaken the child within us, the day for all those who love puppetry from the heart:

Happy world puppetry day.
Behrooz Gharibpour

Behrooz Gharibpour was born in Sanandadj (center of Iranian Kurdistan) September 19th, 1950.
He has activity in Theatre when he was 14 years old and he continued yet now.
He studied in Iran: Tehran University, Faculty of Art-Theatre department (1970-1974) and in Italy: Accademia d´Arte Drammatica Silvio d´Amico (1977-1979).
Behrooz Gharibpour acuities to hold in many different areas but all of those were and are in one direction: extension of cultural space in Iran: as designer and manager.
Founding permanent Children Theatre (Centre of Theatre and Puppet Theatre for Children & Young Adult) 1980.
Changing Tehran’s Slaughter House to Bahman Cultural Center, 1991.
Changing the ex-Head Quarter of Army to Iranian Artists Forum, 2000.
Changing ex workshop to permanent Marionette Opera House: Ferdowsi Hall, 2002.
Changing the ex-House of one of famous actor: Entezami, to Museum of Theatre, 2014.
Behrooz Gharibpour after more than four decades of his artistic life and different National and International Position and getting International awards and Directing many huge Theatre group as like as „Les Misérables“ of Victor Hugo, Uncle Tom Cabin of Harriet Beecher Stowe and so on, focused on puppet theatre again very seriously and found greatest puppet Theatre Group: Aran Puppet Theatre company and parallel created National Opera based on Iranian Music.

Behrooz Gharibpour during 10 years of this dicision put at stage: Rostam & Sohrab, Macbeth, Ashura, Rumi, Hafez,Layli va Majnoon and …
Behrooz Gharibpour, Latest predestinates are Honorary Doctor of University of Theatre & Cinema of Georgia – Tbilisi 2013 and Cavalier (Chevalier) from Italy 2015.
UNIMA thanks Mani Hamidi for translation from Farsi, Idoya Otegui for the Spanish translation and Fabrice Guilliot for the French one.

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10. Int. Schattentheater Festival Schwäbisch Gmünd

Vom 9. bis 15. Oktober 2015 verwandelt sich Schwäbisch Gmünd wieder in eine Stadt aus Licht und Schatten.
Eine Woche lang zeigen Schattenspieler aus aller Welt, welch faszinierenden technischen und künstlerischen Möglichkeiten die Licht- und Schattenkunst zu bieten hat. Seit 1988 findet dieses einzigartige und hochkarätige Festival alle drei Jahre in Schwäbisch Gmünd statt und hat seitdem unzählige Besucherinnen und Besucher in seinen magischen Bann gezogen. Nirgendwo sonst gibt es für Künstler und Publikum die Gelegenheit, Entwicklungen in dieser jahrhundertealten und den Menschen in seinem Innersten berührenden Kunstform in derart vielfältigen und qualitativ herausragenden Vorstellungen zu bestaunen und zu erleben. Bis zur Abschlussveranstaltung am Donnerstag, 15. Oktober, stehen spannende Aufführungen für Groß und Klein auf dem Programm. Darüber hinaus ist das Festival ein Anlass und Ort zur Begegnung, zum Austausch und zur Kommunikation in der direkten Auseinandersetzung mit dem erlebten Kunstereignis. In einer oftmals einsamen medialen Welt ist dies ein wichtiger Beitrag zur Gemeinsamkeit und Verständigung. So treffen sich Künstler und Besucher aus der ganzen Welt in Schwäbisch Gmünd, der Stadt, die sich durch mittlerweile zehn hochkarätig besetzte Festivals mit Fug und Recht „Hauptstadt des Schattentheaters“ nennen darf.

„Es ist die ganz besondere Atmosphäre dieser Festivaltage, von der die Künstler, vor allem aber die interessierten Besucher profitieren. Und deshalb gilt Schwäbisch Gmünd auch als Impulsgeber für die ganze Schattentheater-Szene“, begeistert sich Sybille Hirzel, Dramaturgin und Kulturmanagerin, die das Festival seit 2009 leitet. Über 25 Aufführungen aus aller Welt gibt es in der eng getakteten Woche des Festivals zu sehen, für Erwachsene wie auch für Kinder. Workshops, die allen Interessierten offen stehen, Ausstellungen und Vorträge runden das Programm ab, das bekannte Theatergruppen wie „Controluce Teatro d’Ombre“ und „Gioco Vita“ ebenso präsentiert wie neue, junge Theater-Ensembles. Freuen Sie sich auf Oktober und lassen Sie sich ein Woche lang beim 10. Internationalen Schattentheater Festival von der vielfältigen Kunst des Spiels mit Licht und Schatten faszinieren!

www.schattentheater-festival.de

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40-jähriges Bühnenjubiläum der Puppet Players

Die Puppet Players begehen dieses Jahr ihr 40-jähriges Bühnenjubiläum. Aus diesem Anlass „gönnen“ sie sich als 35. Inszenierung zum ersten mal ein Kasperlstück: „Kasperl und die Wilden Tiere“, ein Musik-Puppen-Theater mit Konrad Wipp (Schauspiel), Heinrich Klug (Violoncello), Maria Reiter (Akkordeon), Susanne Forster und Stefan Fichert (Figurenspiel) – Premiere 30. Oktober 2015.

Ebenfalls erhalten die Puppet Players für ihr Gesamtwerk den „Kulturpreis des Landkreises Starnberg 2015“, der dieses Jahr für Theater und Literatur vergeben wird.

www.puppet-players.de

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Neue Fernsehshow DIE PUPPENSTARS

Bei der geplanten neuen Fernsehshow „DIE PUPPENSTARS“ handelt es sich um einen Puppenspieler-Wettstreit, bei dem erfahrene Profis und hoffnungsvoller Nachwuchs antreten.

Unter dem Titel „Popster!“ war dieses TV-Format in den Niederlanden bereits ein Quoten-Hit, jetzt kommt die Sendung auch nach Deutschland und läuft Anfang 2016 im Programm eines großen Privatsenders.

Talpa Germany ist eine TV-Produktionsfirma mit Sitz in Hamburg und Berlin. Sie produziert unter anderem die Erfolgsformate „The Voice of Germany“ (ProSieben), „Sing meinen Song – Das Tauschkonzert“ (VOX) und „Ein Herz für Kinder“ (ZDF).

Momentan wird an der Besetzung der Show gearbeitet und nach erfahrenen Künstlern und motivierten Nachwuchs-Talenten gesucht, und wer in der deutschen Version des Erfolgs-Formats die deutsche Puppenspiel-Szene vertreten wird?
Ein Auftritt vor einem Millionen-Publikum und Preisgelder in Höhe von insgesamt 85.000 Euro winken den teilnehmenden Puppenspielern.

www.puppenstars.tv

Weitere Infos:
Julia Dabbert
Casting-Redakteurin
Talpa Germany
Tel.: +49 30 81492 – 149
Mobil: +49 151 144 267 78
j.dabbert@talpa-germany.tv