UNIMA-Kommissionen aktiv in Pädagogik und Therapie

Im Juni 2017 traf sich die Kommission Erziehung, Entwicklung, Therapie (EDT) in Zadar, Kroatien.
Die Komission für Forschung (Research) veranstaltete im August 2017 das Symposium Broken Puppet on Puppetry, Health and Disability.

Über beides berichtet neben anderen Beiträgen
der Newsletter 2-2017 der DGTP und des FFT.
Er enthält auch einen Exklusivartikel von Hilarion Petzold.

DGTP Newsletter
www.dgtp.de

UNIMA Arbeitskreis »Therapeutisches Figurenspiel«

Figurentheater-Kolleg meldet:

In 2018 scheidet die langjährige Leiterin des Figurentheater-Kollegs aus Altersgründen aus.
Der Verein zur Förderung des Figurentheater-Kollegs wird die Stelle
„Leitung der Einrichtung / Hauptamtlich pädagogische Mitarbeiter*in“
in der 2. Jahreshälfte daher neu besetzen.

Es sollten vorhanden sein:
Fundierte Figurentheaterkenntnisse und Kontakte zur Figurentheaterszene, praktische Erfahrungen in der Erwachsenenbildung, EDV-Kenntnisse, Kenntnisse in allgemeinen Verwaltungstätigkeiten und Finanzplanung. Bezahlung nach BAT.

Bewerbungen an:
Figurentheater-Kolleg, Hohe Eiche 27, 44892 Bochum
Telefon 0234-284080
info@figurentheater-kolleg.de
www.figurentheater-kolleg.de

Prof. Albrecht Roser, ein Pionier des Puppenfilms

„Prof. Albrecht Roser, ein Pionier des Puppenfilms“
65. Sonderausstellung im Museum Hirsch in Remshalden-Buoch.
Vernissage am Freitag, 1. Dezember 2017 um 19.30 Uhr

Im kleinen, aber exquisiten Heimatmuseum Buoch wird zum ersten Mal das Filmschaffen Rosers in einer Ausstellung präsentiert.
Von Anfang an, ab 1955, war Roser beim neuen Medium Fernsehen dabei in München, Hamburg, Baden-Baden, Köln und Stuttgart. Als Frau Dr. Elisabeth Schwarz das Familienprogramm leitete, entstanden in jahrzehntelanger Zusammenarbeit Rosers mit dem jungen SDR Team viele seiner Puppenfilme, die Maßstäbe setzen für hohe künstlerische Qualität wie “Telemekel und Teleminchen“, „Das kleine Gespenst“, „Der dritte Ton“ u. a.
Bekannt wurde Roser, als er 1958 in Bukarest mit seinem Szenenprogramm für Solomarionetten GUSTAF UND SEIN ENSEMBLE eine Goldmedaille gewann beim ersten internationalen Puppentheaterfestival der UNIMA (Union Internationale de la Marionnette). Damit begannen seine jahrzehntelangen Tourneen durch alle Kontinente als Botschafter seiner Kunst. Immer wieder gerne kam das Ensemble von seinen Gastspielreisen nach Hause, vor allem, als Roser 1967 sein eigenes Puppenfilmstudio in Buoch gebaut hatte.
So entstanden hier die Puppenfilme „Der starke Wanja“, „Die Nachtigall“ u. a. und auch GUSTAF UND SEIN ENSEMBLE, Rosers berühmtes Szenenprogramm, wurde hier noch einmal mit der Kamera festgehalten.

Den Besucher erwartet eine Ausstellung mit Originalfiguren von Rosers bekanntesten Puppenfilmen, dazu werden Arbeitsgänge aus der Werkstatt aufgezeigt mit Aufnahmen aus den Filmstudios. Wer sich Zeit nimmt, kann einige der Puppenfilme auf dem Bildschirm ansehen – eine besondere Attraktion. An festen Terminen können Interessenten die Roser’sche Papier-Skulptur kennenlernen, eine Methode, mit der viele seiner Figuren und Inszenierungen gestaltet sind.

Roser war Puppenbauer und -spieler, Schauspieler, Regisseur, Bühnenbildner und Geschichtenschreiber, er fand für jedes Thema eine fernsehgerechte Darstellung.
Seine Puppenfilme sind ein bedeutendes Stück Filmgeschichte.

Die Ausstellung soll Puppenspieler und Filmleute anregen, die Entwicklung des Puppenfilms als Kunstform weiterzutreiben. Dazu ist präzises Handwerk, eine geschulte Konzentrationsfähigkeit und schöpferische Intuition Voraussetzung und natürlich komödiantische Spielfreude, damit die Figur, die Puppe, die Maske ihre magische Ausstrahlung gewinnt im Medium Fernsehen.

Die Abschiedsveranstaltung im Atelier Roser in Buoch im Juli dieses Jahres veranlaßte
den Heimatverein Buoch, die 65. Sonderausstellung dem Studio Roser anzutragen, denn in naher Zukunft wird das Lebenswerk Albrecht Rosers im Museum für PuppentheaterKultur in Bad Kreuznach seine neue Heimstatt finden.

Ausstellung vom 1. Dezember 2017 bis 29. April 2018
Konzept der Ausstellung: Studio Roser
Kontakt: Ingrid Höfer 0170/6311333
Veranstalter: Heimatverein Buoch

Theater Koblenz sucht Puppenspieler*innen

Das Theater Koblenz sucht zur Spielzeit 2018/2019
für seine seit 2014 bestehende Sparte Puppentheater

zwei Puppenspieler*innen

Erwartet werden – neben einem abgeschlossenen Studium als Puppenspieler*in oder Figurenspieler*in – hervorragende Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Animation von Puppen, Materialien und Objekten sowie in traditionellen Puppenspieltechniken und -formen.
Die Befähigung, die bildgestalterischen Wirkungsmöglichkeiten seines Spielmaterials zu erkennen und produktiv mitzubestimmen, halten wir für selbstverständlich.
Befähigung und Interesse am Puppenbau und der Entwicklung hybrider Darstellungsformen sind wünschenswert.

Die Sparte Puppentheater am Theater Koblenz besteht seit der Spielzeit 2014/2015 als eigenständige Sparte. Damit ist das Theater Koblenz das einzige Öffentlich-rechtliche Theater mit einer Neugründung einer eigenen Puppentheatersparte in der jüngeren Vergangenheit. Aufgrund dieser besonderen Situation ergibt sich eine gesteigerte Verantwortung der insgesamt vier Ensemblemitglieder für alle künstlerischen Prozesse sowie die besondere Möglichkeit,
die Entwicklung der Sparte Puppentheater auch in Zukunft mitzugestalten.

In diesem Zusammenhang erwarten wir, dass sich die zukünftigen Ensemblemitglieder bewusst
für die kontinuierliche Mitarbeit in einem Ensemble und im Verbund eines Mehrspartentheaters entscheiden.

Wir gehen außerdem davon aus, dass die zukünftigen Ensemblemitglieder spartenübergreifenden Gemeinschaftsprojekten im Rahmen ihrer Tätigkeit an einem Vier-Sparten-Theater genauso aufgeschlossen und motiviert gegenüberstehen, wie der Aufgabe, eine neu geschaffene Sparte
in der Öffentlichkeit zu repräsentieren.

Der Vertrag richtet sich nach dem Normalvertrag Bühne (SR Solo)
und hat eine Laufzeit von zunächst 2 Spielzeiten (Jahren).
Bewerbungsfrist bis zum 30. Dezember 2017
Allerdings weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass wir gegebenenfalls
bereits vor Ablauf der Bewerbungsfrist Einladungen aussprechen.

Bitte richten Sie Ihre Bewerbung mit aussagekräftigen Unterlagen an:
Theater Koblenz
Juliane Wulfgramm
Chefdramaturgin
Clemensstraße 5
56068 Koblenz

Bewerbungen per E-Mail sind erwünscht: puppentheater@theater-koblenz.de
Bei Bewerbungen per E-Mail komprimieren(!) Sie bitte alle Anlagen nach Möglichkeit in ein einziges pdf-Dokument.

Trailer über außerge­wöhnliches Figurentheater-Projekt »Northlantis – die versunkene Stadt«

Mit internationaler Beteiligung wurde am 25. August 2017 im Rahmen der
2. Deutschen Figurentheater-Konferenz der erste Teil des Figurentheater-Projekts
»Northlantis – die versunkene Stadt« in Northeim uraufgeführt.

Geschichte des 1. Teils:
Stellen Sie sich vor, dass Northeim vor über 500 Jahren im Meer versank und zu »Northlantis« wurde. Die Bewohner haben sich mit dem Leben in der Tiefsee arrangiert und dabei außergewöhnliche Lebensformen entwickelt. Der Wissenschaftler Prof. Dr. Trockhoff, bekannter Forscher für Meereskunde, hat die Stadt wiederentdeckt. Er beabsichtigt, über die seltsamen Meeresbewohner, die er hier antrifft, ein Werk herauszugeben. Er will mit dieser Entdeckung berühmt werden, ja sogar den Nobelpreis erhalten …

 

Momentan wird fieberhaft an dem 2. Teil der Geschichte gearbeitet:
Inge Trockhoff, die Tochter von Prof. Dr. Trockhoff ist verzweifelt. Ihr Vater ist bei der Entdeckung der versunkenen Stadt »Northlantis« spurlos verschwunden. Also macht sie sich selbst auf die Suche und entdeckt eine um das eigene Überleben kämpfende Unterwasserwelt  –  und mitten im Geschehen – ihren Vater. Allerdings ist diese Begegnung so ganz anders, als sie sich das vorgestellt hatte …

Großes Stadtfest mit Aufführung 2018:
Gemeinsam mit den Stadtmachern und der Stadt Northeim wird es am 23. Juni 2018 ein großes Stadtfest geben und dazu mit Vereinen und Theaterfreunden erstmalig die Fortsetzung gezeigt.
Der nächste Vorbereitungstermin für das Projekt findet am 1. November 2017 um 18.00 Uhr für alle Teilnehmer zur »Versunkenen Stadt« in der Alten Brauerei Northeim statt!

Zielsetzung:
In diesem Projekt geht es darum, aktuelle gesellschaftliche Aufgaben und Lösungsmöglichkeiten in Szenen, Bildern, Geschichten, Ausstellungen und Kostümierungen kreativ zu thematisieren und in eine Rahmengeschichte einfließen zu lassen. Diese sollen mit allen Akteuren aufgeführt und in einem großen Stadt-Fest gefeiert werden. Damit soll das »Wir-Gefühl« in der Stadt gestärkt werden, auch um miteinander statt übereinander zu reden und um viele Vorschläge und Zukunftsvisionen zu gewinnen.
Die Gruppen bzw. Vereine aus der Stadt sollen auf Forschungsreise gehen und durch verschiedene kreative Ansätze die Situation darstellen und mögliche Lösungen durchspielen. Jede Gruppe kann ihre eigene Herangehensweise wählen, alle aber arbeiten an derselben Problemstellung. Dadurch sollen die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen miteinander ins Gespräch kommen, und die bevorstehenden gesellschaftlichen Aufgaben als gemeinsame Verantwortung gesehen werden. Mit diesem Projekt soll die kreative Lust entfacht, Lösungen und Strategien für eine Stadtentwicklung gemeinsam entwickelt werden.

Ein Projekt von den Stadtmachern, der Stadt Northeim und dem Theater der Nacht
für und mit den Bürger*innen der Stadt Northeim.
Gefördert von: Landesarbeitsgemeinschaft soziokulturelle Zentren, Fonds Soziokultur, Kultur- und Denkmalstiftung des Landkreises Northeim, Landschaftsverband Südniedersachsen, KSN-Stiftung, Stadt Northeim, die Stadtmacher, Theater der Nacht und Förderverein Theater der Nacht.

Weitere Infos:
»Northlantis – die versunkene Stadt« auf facebook
www.theater-der-nacht.de
www.stadtmacher-nom.de

 

Neue Website vom Seminarhof Lebherz ist online

Liebe Freunde des Figurentheaters!
Nach dem Umzug in neue Räumlichkeiten, bedankt sich der Seminarhof bei den Teilnehmern für die langjährige Treue und Unterstützung und ist stolz wieder ein umfangreiches und spannendes Seminarprogramm zusammengestellt zu haben.

Treten sie ein in die Welt des Puppentheaters!
Entdecken, erweitern und vertiefen sie eigene künstlerische und kreative Potentiale!
Es werden grundlegende Aspekte der Darstellenden und Bildenden Kunst des Figurentheaters in Theorie und Praxis vermittelt, von qualifizierten und pädagogisch versierten Dozent*innen aus Deutschland und dem europäischen Ausland.

Hof Lebherz
Verein Ausbildung Figurentheater e. V.
Susanne Lebherz
Im Horst 4
31606 Warmsen
Telefon  05767 – 93148
Mobil  0157 – 75882661
www.hof-lebherz.de

 

45. Fritz-Wortelmann-Preis verliehen

Preisverleihung in Bochum: Und der Fritz geht an …

… systemrhizoma, die Ugglbühne und
das Theater am Evangelischen Ratsgymnasium Erfurt

Vom 5. bis 7. Oktober 2017 sind 22 Produktionen von Gruppen aus ganz Deutschland im Wettbewerb um den 45. Fritz-Wortelmann-Preis angetreten. An sechs Spielorten in Bochum zeigten die Teilnehmenden in drei Kategorien (Erwachsene Amateure, Schultheater/ Jugendtheaterclubs, Professioneller Nachwuchs) die ganze Vielfalt des Figuren- und Objekttheaters und sorgten für ein spannendes Theater-Festival, das am Samstagabend (7. Oktober) mit einer rauschenden Party im Prinzregenttheater endete.

Die Jurys haben es sich nicht einfach gemacht und sind nach abendlichen Diskussionen zu folgenden Ergebnissen gekommen:

In der Kategorie Schultheater/Jugendclubs kürte die Jury aus Katharina Feuerhake, Cathrin Rose und Bernhard Szafranek „Der Kleine Prinz“ vom Theater am Evangelischen Ratsgymnasium Erfurt zur Sieger-Inszenierung. In der Begründung heißt es: „‘Der Kleine Prinz‘ ist eine Ensembleleistung, bei der alle Darsteller*innen die gesamte Spieldauer über auf der Bühne stehen und zu jedem Zeitpunkt wissen, wo sie sich befinden und was sie tun. Die sorgsam gestalteten Puppen werden durch ein sehr detailgenaues, filigranes und einfühlsames Spiel zum Leben erweckt. Auch jenseits der Spielszenen wird ihnen durch den behutsamen Umgang große Wertschätzung entgegengebracht. Die Puppen werden oft durch zwei oder drei Personen geführt – das bedeutet eine besondere Herausforderung im Zusammenspiel, das zu jedem Zeitpunkt geglückt ist. Es ist eine rundum gelungene Ensembleleistung, die durch eine ruhige und konzentrierte Erzählweise besticht.“ Der Preis ist mit 4000 Euro dotiert.

In der Kategorie Erwachsene Amateure kürte die Jury aus Birgit Hollack, Barbara Jessel und Christian Strüder „Uggl in Gefahr“ von der Ugglbühne aus Holzheim in Bayern zur Sieger-Inszenierung. In der Begründung heißt es: „Die Geschichte des Kobolds Uggl, der durch den Zauber der Verwandlung die Möglichkeit erhält ihm Unbekanntes und Störendes auf Augenhöhe neu kennen und verstehen zu lernen, ist ein Plädoyer für Toleranz, Einfühlungsvermögen und Verständnis. Das selbst entwickelte Stück für Kinder ab 3 Jahren transportiert seinen Inhalt ohne erhobenen Zeigefinger und Überfrachtung altersgerecht. Die temporeiche humorvolle Inszenierung besticht nicht nur stimmlich und musikalisch, sondern auch rhythmisch und dramaturgisch. Das Marionettentheater Ugglbühne überzeugt mit seinen selbstgefertigten Figuren durch schwunghaftes, authentisches Spiel. Die verschiedenen Ebenen der selbstentwickelten Geschichte – Marionettenspiel, Erzählung, Musik, Mitmachaktionen – ergänzen sich auf erfrischende Art und Weise und lassen beim Publikum den Funken überspringen. Der Preis ist mit 4000 Euro dotiert.

In der Kategorie Professioneller Nachwuchs kürte die Jury aus Dr. Hans Hanke, Kurt Pothen und Romy Schmidt „No Strings Attached“ von systemrhizoma aus Hildesheim und Braunschweig zur Sieger-Inszenierung. In der aus der Perspektive eines Zuschauers verfassten Begründung heißt es: „Die Wirkung von ‚No strings attached‘ beruht auf ihrer Distanz und der im Werk erzeugten Differenz. Zuschauer zu sein bedeutet, eine aktive Haltung einzunehmen, da auch das Sehen eine Handlung ist. ‚No strings attached‘ nimmt mich als emanzipierten Zuschauer im rancièrschen Sinne wahr. Ich, der Zuschauer, bin nicht Teil einer grauen in Masse, die sich nur an Gesehenem ergötzen will. Es sitzt im Zuschauerraum vielmehr eine Ansammlung von Individuen, deren Macht darin besteht, das Geschehen wahrzunehmen und auf seine Weise individuell mit dem bisher Erlebten in Verbindung zu bringen. Dafür und für die Bereitschaft in einen künstlerisch motivierten, interdisziplinären Dialog zwischen etabliertem Figurentheater und performativem Theaterbedeutungsrodungsdrang zu treten freuen wir uns, den Fritz-Wortelmann-Preis 2017 der Stadt Bochum zu vergeben.“

Die Preisträger*innen in der Kategorie Professioneller Nachwuchs erhielten auf der Preisverleihung am Sonntagmorgen, 8. Oktober, im Bochumer Rathaus aus den Händen des Bochumer Oberbürgermeisters Thomas Eiskirch die Original-Skulptur „Fritz“ des Bochumer Künstlers Christoph Platz. Wie bereits vor zwei Jahren hatte er ein Figur des deutschen Handpuppenspiels mit dem Antlitz eines Künstlers gestaltet, der in Bochum gewirkt hat: Dieses Jahr ist es der Theatermacher Claus Peymann als poetischer Kasper. Der Fritz-Wortelmann-Preis ist in dieser Kategorie außerdem mit einer Einladung zum Festival FIDENA (mit honorierter Aufführung des Stücks) verbunden. Die FIDENA feiert im Mai 2018 ihren 60. Geburtstag. Der nächste Fritz-Wortelmann-Preis findet im Spätsommer/Herbst 2019 statt.

Research Residencies 2018

 

The Research center at the Institut International de la Marionnette is offering two programs for research residencies (one with the other without grant) to encourage scholarly research about puppetry, to support and mentor artistic creation, and to strengthen the links between the research and artistic communities.

The research residencies at the International Institute of Puppetry are open to scholars, artists and postgraduate students from anywhere in the world.

Beginning of the call for applicants:
October 1st 2017 for the year 2018

Application deadline:
Thursday 30 November 2017

Response: before Christmas

To submit your application:
online form

Concerning the research residence with grant, a particular attention (but not exclusive) will be paid to the works in connection with prority research programmes of the Institute and ICiMa Chair.

Further information

Institut International de la Marionnette
Ecole Nationale Supérieure des Arts de la Marionnette (ESNAM)
7 place Winston Churchill
08000 Charleville-Mézières (France)
Tél. 00 33 (0) 3 24 33 72 50
Fax 00 33 (0) 3 24 33 72 69
institut@marionnette.com
www.marionnette.com

Film über die 2. Deutsche Figurentheaterkonferenz

Am ersten September-Wochenende ging mit der Nacht der Puppen und einer Auswertung die
„2. Deutsche Figurentheaterkonferenz“ im Northeimer Theater der Nacht zu Ende.

36 Figurenspieler aus der gesamten Bundesrepublik und dem Ausland haben sich getroffen, um bei international renommierten Meistern des Figurenspiels zu lernen.
Unterrichtet haben Richard Bradshaw aus Australien, der mit den Aufführungen seines Schattentheaters Weltruhm errang und in dem Film „Jim Henson’s world“ als einer der besten Puppenspieler der Welt vorgestellt wurde. Er leitete die Herstellung und das Spiel von ausdrucksstarken, wandelbaren Schattenfiguren an.
Scott Köhler aus Frankreich, der seit mehr als 10 Jahren bei der Compagnie Philippe Genty in Paris mitspielt, gab einen Workshop zu bildhaften Figurentheater ohne Sprache.
Er hat mit den Workshopteilnehmern in einer Mischung aus Tanz, Material, Figuren- und Maskenspiel Bilder entwickelt, die aus dem Unbewussten kommen.
Margit Gysin, die „grande dame“ des Figurenspiels aus der Schweiz, die ihre Inszenierungen vor allem für Kinder entwickelt und damit auf große internationale Festivals eingeladen wird, unterrichtete unterschiedliche Möglichkeiten, mit Objekten und Figuren Märchen zu erzählen.

Die Figurentheaterkonferenz ist ein europaweit einmaliges Ereignis.
Dieses Arbeits- und Forschungstreffen haben die zwei größten Puppenspielverbände Deutschlands, UNIMA und VdP, in Zusammenarbeit mit dem Northeimer Theater der Nacht zum zweiten Mal ermöglichen können. Unterstützt wurde dieses weit über die Grenzen des Landes wirkende Projekt von der Volksbank Mitte, die AKB-Stiftung, der Stadt Northeim und der Kulturstiftung des Landkreises Northeim.

In der Werkschau der „Nacht der Puppen“ konnte das Publikum vor Ort die unterschiedlichen Ansätze und damit auch die Bandbreite dessen, was im Figurentheater möglich ist, hautnah miterleben.
In unterhaltsamen Kurz-Szenen wurde Schattenspiel dargeboten, Märchen wurden mit Hilfe von Objekten neu interpretiert, in Ensemble-Szenen konnte man miterleben, wie papierne Großfiguren den Bühnenraum eroberten.
Die Band „Blech und Schwefel“ aus Kassel hat dem Abend mit schwungvoller „Guggenmusik“ einen witzigen und tanzbaren Abschluss verschafft.

Für die Figurentheater ist diese Zusammenkunft ein Novum.
Der Großteil der Figurentheater in der Bundesrepublik gehören zur freien Szene und erhalten weder städtische noch staatliche Subventionen. Ein politisches Engagement über die eigene Arbeit hinaus können sich die Spieler oft gar nicht leisten.
Die stärkere Vernetzung der Figurentheater untereinander auf der Konferenz, die Intensivierung der Kontakte zur internationalen Figurentheaterszene und das Symposium, mit dem die Konferenz in diesem Jahr eröffnet wurde, gab der gemeinsamen Arbeit ein Thema, das sich durch die ganze Woche hindurchzog: Figurentheater und Politik.
Es wurde über die gesellschaftliche Situation der Figurentheater gesprochen.
Während der Konferenz haben Margit Gysin und Richard Bradshaw zu diesem Thema auch noch
von der Theatersituation in anderen Ländern berichtet.
Es wurde in den Theaterstücken, die das Symposium umrahmten, politische Verhältnisse und ihre Auswirkungen auf philosophischer, persönlicher, politischer und gesellschaftlicher Ebene gezeigt.
Und es wurde mehr als deutlich, dass das Figurentheater eine Kunstform ist, die sich im Reigen der anderen Künste nicht verstecken braucht, sondern selbstbewußt ihren Platz in der Gesellschaft vertreten kann.