Internationaler Tag des Puppenspiels am 21. März 2018

Es lebe das Puppenspiel!
Vive l’art de la marionnette!
Cheers to the puppets!

Message-zum World-Puppetry-Day

Auf der Räteversammlung der UNIMA in Atlanta im Juni 2002 wurde der 21. März als wiederkehrender »Internationaler Tag des Puppenspiels« ausgewählt.
Seit 2003 gibt es weltweit Aktionen an diesem Tag.

In diesem Jahr gibt es von der WELT-UNIMA eine weitere Initiative in der Hoffnung mehr Echo aus den nationalen Zentren zu bekommen. Dieses Mal wird ein Video aller Beteiligter mit dem Slogan  »Together we create the movement!« erstellt.

Diese Videos in der jeweiligen Landessprache oder auch Dialekten können z.B. durch Kinder, Jugendliche, alte Menschen, Puppenspieler, Ärzte, Kehrmaschinen, Polizisten, Feuerwehrleute, Politiker, Schauspieler, Prominente, Schüler, anonym … besprochen und aufgenommen werden.

Alle Messages werden dann in einem Video gesammelt, mit englischen Untertiteln versehen und mit den Mitteln moderner Verbreitung ausgestrahlt (z.B.: auf Bildschirmen in den Straßen, in Einkaufszentren, in Museen, in Gemeindezentren, im TV, Facebook, twitter etc.).

Weitere Infos hier: www.unima.org

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Was bieten unsere Mitglieder an diesem Tag

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Im FIGURENTHEATER LÜBECK treffen zwei bemerkenswerte Ereignisse aufeinander:
Der Welt Puppenspiel-Tag 21. März und das Wochenende des 25. März (PALMARUM)

Seit einigen Jahren veranstalten wir mit dem TheaterFigurenMuseum zusammen die Reihe
Propaganda-Überleben-Widerstand anläßlich der zu Palmarum 1942 bombadierten Lübecker Altstadt durch die Allierten.
Durch die Nazi-Aufmärsche in den 1990er Jahren formierte sich in der Lübecker Bürgerschaft eine heftige Gegenbewegung, die die Nazis mittlerweile aus Lübeck vertrieben haben.
Wir wollen die Erinnerung wach halten und auch anregen, sich die Gegenwart anzusehen.

21. + 22. März um 15.00 Uhr »Die 3 kleinen Wölfchen und das große böse Schwein«Info
www.tearticolo.com

23. März um 19.30 Uhr »LOST IN THE CLOUD – Der Tanz der Algorithmen«Info
Preview-Aufführung und Vortrag zum Puppenspiel in der NS-Zeit
www.theaterfigurenmuseum.de · www.kobalt-luebeck.de · www.puppen-etc.de

24. März um 19.30 Uhr »PUNCH & JUDY IN AFGHANISTAN« – Info
Puppen, Krieg und Terrorismus
www.stuffedpuppet.nl

weitere Informationen beim Figurentheater Lübeck

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Guck mal rein! – Offene Tür im Puppentheater Plappermaul
von 14 – 19 Uhr mit Szenen aus »Der Löwe und die kleine Maus«

Am 21. März ist nicht nur der Internationale Tag gegen Rassismus, sondern auch der Internationale Tag des Puppenspiels. Die UNIMA hat dieses Datum bei einer Räteversammlung im Jahre 2002 gewiss bewusst gewählt. Denn die UNIMA bringt Frauen und Männer aus der ganzen Welt zusammen, die zur Entwicklung der Puppentheaterkunst beitragen, mit dem Ziel, diese Kunst in der Verfolgung menschlicher Werte wie Frieden und gegenseitige Verständigung zwischen Völkern unabhängig von ihrer Herkunft, politischer oder religiöser Überzeugung und kultureller Unterschiede zu nutzen.
Daher öffnet das Puppentheater Plappermaul am 21. März auch in diesem Jahr wieder von 14 bis 19 Uhr seine Tür und ermöglicht es kleinen und großen Interessierten hinter die Kulissen zu blicken oder auch mal selbst eine Figur auf die Hand zu nehmen und sich im Spiel auszuprobieren.
Neben der bekannten Guckkastenbühne des Puppentheaters Plappermaul, in der meist der Kasper seine Abenteuer erlebt, ist auch die Bühne des Figurentheaters Heidelberg (Simone und Winfried Hildenbeutel) mit der neuen Inszenierung »Der Löwe und die kleine Maus« aufgebaut, die am Sonntag, 25.3. um 14 und 16 Uhr seine Premiere feiert. Beim Tag der offenen Tür haben die Besucher daher die Möglichkeit, hautnah bei der Probenarbeit dabei zu sein.

Puppentheater Plappermaul und Figurentheater Heidelberg freuen sich auf Ihren Besuch!

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Im Museum für PuppentheaterKultur ist folgende Aktion im Rahmen des diesjährigen Internationalen Museumstages geplant:

Dienstag, 20. März 2018, 19.00 Uhr – Eintritt frei!
»Die Schattenspielerin und Trickfilmlegende Lotte Reiniger«
Helga und Alfred Happ berichten mit Filmbeispielen über Leben und Werk Lotte Reinigers.
Das Ehepaar Happ – selbst Schattenspieler – war mit Lotte Reiniger befreundet.
Im Pfarrhaus der Happs verbrachte die Künstlerin ihren Lebensabend.

Eine Veranstaltung zum Internationalen Weltpuppenspieltag der UNIMA.
Das Museum für PuppentheaterKultur hat 2017 zwei Werke von Lotte Reiniger für seine Sammlung erworben, einen Mozart-Scherenschnitt und eine Schatttenspielfigur.

Museum für PuppentheaterKultur
Hüffelsheimer Straße 5
55545 Bad Kreuznach

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»Märchensalon Extra« im Hack-B-Theater

Am 21. März um 19.30 Uhr gibt es in meinem Hack-B-Theater einen „Märchensalon Extra“
mit Ana Rhukiz, Peter Waschinsky u.a.: Puppenspiel, Erzählung und Musik.

Hack-B-Theater
Reservierung: waschinsky@o2mail.de

Mit freundlichem Gruß
Peter Waschinsky

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»Fauste« in der VHS Vaterstetten

Am 21. März um 19.00 Uhr spiele ich in der VHS Vaterstetten meinen „Fauste“,
frei nach Goethes Faust I und II in einer eigenen Textbearbeitung.
Regie: Martin Menner
Musik: Wolfgang Salomon
Text, Ausstattung und Spiel: Thomas Glasmeyer

www.thomas-glasmeyer.de

Mit freundlichem Gruß
Thomas Glasmeyer

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»Der Fundevogel« im »Zimmertheater«

Zum diesjährigen Tag des Puppenspiels begehe ich auch die 2-jährige Eröffnung
meines »Zimmertheater« in 97833 Frammersbach, Orber Straße 106
(Dieser Tag war damals auch der Grund der Eröffnung!)
Um 16.00 Uhr gibt es die Neuauflage & Premiere des Stückes »Der Fundevogel« als Schattenspiel.
Für angemeldete Kindergruppen gibt es schon am Vormittag einen Blick hinter eine Schattentheaterbühne und die Möglichkeit an einer kleinen Bühne sich selbst am Schattenspiel zu versuchen.

www.schattenkolja.de

Herzliche Grüße von Kolja Liebscher

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Internationaler Tag des Puppenspiels am 21. März 2017

International Message of Nancy Lohman Staub – 21. März 2017

In 1929 a few people with a passion for puppetry from only seven countries formed l’Union Internationale de la Marionnette (UNIMA) to promote and develop the art form. I joined UNIMA about 1970 to help satisfy my lifelong fascination with puppets. Now, thanks to the Internet, we can instantaneously connect thousands of likeminded people across national, political and religious boundaries around the world. Recorded programs, performances, conferences, classes and workshops are available around the clock and some are streamed in real time. Academic papers, publications and photographs pop up at a touch on the keyboard. This increased popularity beyond our wildest dreams offers innumerable opportunities to form international coalitions to work together towards our goal of mutual understanding through puppetry.
Puppetry developed in virtually every part of the world. Now hundreds of hours of documentation available on the Internet make many traditional forms accessible. UNESCO recognized twelve of these as representing Intangible Cultural Heritage (ICH). Information, slides, and video footage of them can be seen on its web site. At least eleven additional traditions involving puppetry can be viewed on the Asia/Pacific Cultural Centre Database. Hopefully, viewers are tantalized to delve into the complexity of the performances and the depths of their communal roots. We can utilize traditional puppetry to reveal the common humanity underlying our cultural differences.
One tradition of traditional art is change, so documentation plays an important role. After nearly forty years of dedication by hundreds of us puppetry enthusiasts, UNIMA posted an updated Encylopédie Mondiale des Arts de la Marionnette, published in 2009, on its web site in three languages, English and Spanish as well as French. It puts the history of puppetry at our fingertips. It serves as a significant tool for the numerous museums around the world, which have acquired puppet collections, and the several others dedicated exclusively to the art form. Their collections and catalogs can be found online. Some are experimenting with 3-D imagery and replication for educational purposes. Facilitated by communication on the Internet, preservation of history contributes to future development.
Hundreds of contemporary puppeteers from around the world post excerpts of their live performances on the Internet to attract audiences and presenters. UNIMA sponsors live performances, festivals, conferences and publications and posts coverage on its web site. As intended by the small founding group, the current membership of UNIMA, from over ninety nations cooperate, regardless of differences. With the exponential growth of exposure comes increased responsibility to our audiences and each other. Let us celebrate World Puppetry Day together as friends with shared dedication to the art form by posting the festivities on the Internet, which truly unites us!


Nancy Lohman Staub am Eingang des Zentrums
für Puppetry Arts, Atlanta, Georgia.
Foto: Susan Kinney

Nancy Lohman Staub
Nancy Lohman Staub, a native of New Orleans, Louisiana, USA, acted as one of the planning editors of the Encylopédie Mondiale des Arts de la Marionnette. (World Encyclopedia of Puppetry Arts) and continued as a scientific advisor.
She served on the UNIMA Executive Committee as a Vice-President, the Publication Commission, the Research Commission, the Heritage Commission and currently the Social Justice Commission.
She directed the 1980 World Puppetry Festival and XIIIth Congress of UNIMA at the John F. Kennedy Center for the Performing Arts in Washington, D.C.
She acted as consultant in the formation of the Jim Henson Foundation in New York City to support the field of puppetry in America.
She served as President of Puppeteers of America and Vice-President of UNIMA-USA. She is the founder and Advisory Committee Chair of the Center for Puppetry Arts Museum in Atlanta, Georgia. She published many articles and museum catalog essays. She directed a small puppet theatre in New Orleans, Louisiana for over ten years a very long time ago.

Internationaler Tag des Puppenspiels am 21. März 2016

Am 2. Januar 2016 starb Professor Jurkowski. Dieser für die internationale Puppenszene so wichtige Künstler war eine beeindruckende Persönlichkeit als Lehrer, Forscher, Theaterkritiker und Antropologe. Er widmete sein Leben der Kunst des Puppenspiels. Freude und Bewunderer hatte er in der ganzen Welt.
Um in seinem Geist zu wirken beschloss die internationale UNIMA für den Internationalen Tag des Puppenspiels 2016 den Text zu nutzen, den er in unvergleichlicher Art für den selben Tag im Jahr 2011 schrieb:

International Message for the World Puppetry Day March 21st, 2016
by Henryk Jurkowski


Here I am, in the town of Omsk in Western Siberia. I enter the ethnographic museum where my eyes are immediately drawn to the great display case where dozens of figures – idols of the Ugrofine tribes, the Menses and the Chantes, are to be seen. They seem to greet every visitor. My instinct moves me to respond and I greet them in return. They are magnificent. They represent a surviving trace of the spirituality of generations of primitive humanity. They and their imaginary world are at the root of the first manifestations and images of theatre, both sacred and profane.

Art collections are overflowing with idols and sacred figures which little by little fade from memory. But in the museums there are also puppets which even now guard the imprint of the hands of their creators and manipulators. In other words, these puppets retain traces of human dexterity, fantasy and spirituality. Puppet collections exist on every continent and in almost every country, the pride of their collectors. They constitute important sites for research, guarding vital memories while bringing important proof of the diversity of our discipline.

Art, as with many other human activities, is subject to two tendencies: unification and differentiation. Today we see the co-existence of the two tendencies in cultural activities. We clearly observe how easy it is to travel, in the air or via the internet, which multiplies the number of contacts we make in the various congresses and festivals, leading to greater unification. Soon we will indeed live in the global village of McLuhan.

This state of things does not mean that we have completely lost our feeling for cultural differences, rather that a great number of theatre companies will henceforward use similar means of expression. Styles of puppetry such as the ningyo joruri of Japan and the wayang of Indonesia have been assimilated both in Europe and America. At the same time groups from Asia and Africa are using European puppet techniques.

My friends tell me that if a young Japanese artist can become a virtuoso player of Chopin, so an American can become a master of /joruri /or a dalang performing /wayang purwa. I would agree with them, on condition that the puppeteer assimilates not simply the technique but also the culture associated with it.

Many artists have been satisfied with the exterior beauty of a puppet which nevertheless holds for the spectator the potential for discovering other forms of art. In this way the puppet invades new territories. Even within the actors‘ theatre, it has become the source of many metaphors.

The widespread presence of the ancient figurative puppet is now linked to a movement in inverse proportion to the territory it occupied before. This is due to the invasion of the object and, on an even bigger scale, to everything related to matter. Because every object, all matter, when animated, speaks to us, each demanding its right to a theatre life. Thus from now on the object will replace the figurative puppet, opening a pathway for the artist which leads to a new poetic language, to creations full of rich and dynamic images.

The imagery and the metaphors which were once characteristic of each type of puppet, distinguishing the one from the other, have today become a source of expression for each individual puppeteer. Thus we have a new single, poetic language depending not on a generic tradition but on the talent of the artist and his or her individual creativity. Unification of the means of expression has given rise to differentiation. The global village of McLuhan has become its antipodes. The various means of expression have become the instruments of an individual language which always prefers original solutions. Of course, the tradition of the figurative puppet has not disappeared over the horizon. Let us hope that it will always remain as a valuable point of reference.

Henryk Jurkowski – 2011