Arbeitskreis Therapeutisches Figurenspiel

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Der aktuelle Newsletter berichtet über das Broken Puppet 3 Symposium in Birmingham und die Arbeit mit autistischen Menschen.


Puppe und Menschsein. Spielen über Grenzen hinaus

Das internationale Symposium für Therapeutisches Puppenspiel fand mit großem Erfolg im Februar 2018 in Friedrichsdorf, Deutschland statt. Es wurde von der DGTP (Deutschland), der FFT (Schweiz) und der UNIMA organisiert. Es trafen sich therapeutische Puppenspieler und interessierte Personen aus Deutschland, der Schweiz, Russland, Skandinavien, Irland, Großbritannien und Frankreich.
Dieses Treffen war reich an menschlichen Begegnungen und kollegialen Diskussionen. Präsentationen von Forschern und engagierten Praktikern wechselten mit inspirierenden Workshops und historischen Rückblicken. Es ist erstaunlich, welch einfaches und tiefbewegendes Werkzeug die Puppe ist.
Wir erforschten, auf welche Weise sie wirkt: in systemischer Kommunikation, in der Psychotherapie, in der Mediation verstrittener Gruppen, als Erinnerung an die Vergangenheit, als Verbindung zwischen Generationen, bei der Resozialisierung jugendlicher Straftäter, bei Autismus, in der Begleitung todkranker Kinder und anderem.
Es fand eine Podiumsdiskussion statt, auf der grundlegende Begriffe besprochen wurden wie Animation und Manipulation, Handwerk und Haltung. Künstler, Pädagogen, Sozialarbeiter, Ergotherapeuten, Logopäden, Familien- und Psychotherapeuten – wir vereinen als engagierte Puppenspieler oft mehrere Berufe und Passionen.
Wir wollten die Grenzen und Besonderheiten aufzeigen, nicht um zu bewerten, sondern um voneinander zu lernen. Es gibt weniger Unterschiede, als wir dachten. Aber man muss sich in jedem Moment seiner Arbeit darüber bewusst sein, auf welcher Methode oder Profession der aktuelle Fokus liegt.
Es wurde festgestellt, das letztlich die therapeutische Haltung das entscheidende heilende Moment ist und die ethische Verantwortung bestimmt. Das Ziel wurde erreicht: theoretische Basics wurden diskutiert, neue Kontakte geknüpft, gespielt, geredet, Projekte geplant …
Die Organisatoren waren darüber sehr glücklich und erhielten viele positive Rückmeldungen.

Um unsere Erfahrungen in vielen Anwendungsbereichen zu teilen, stehen Vorträge, Fotos etc. bereit.
Download: Podiumsdiskussion Transskript
Download: Programmflyer Deutsch und Englisch
www.dgtp.de
facebook group: therapeutic puppetry
Bitte nutzen Sie die Möglichkeit teilzuhaben und sich zu vernetzen!

Antje Wegener

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DGTP e.V. ist Mitglied in der UNIMA Deutschland

Seit 2017 ist die Gesellschaft für Therapeutisches Puppenspiel der UNIMA als kollektives Mitglied beigetreten. Wir erhoffen uns eine gegenseitig befruchtende und vernetzende Arbeit.
www.dgtp.de

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Posttraumatisches Theater?
Trauma, Therapie & Figurentheater

In Nr. 36 beschäftigt sich das »double, Magazin für Puppen-, Figuren- und Objekttheater« unter anderem mit dem Therapeutischen Figurenspiel. Das Titelfoto ist eine in der Therapie entstandene Figur. Deutlich wird der Trend, sich zu öffnen und die Wirkungen der Kunst auch für Heilsames und Soziales zu erproben.
www.double-theatermagazin.de

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Ansprechpartnerin des Arbeitskreises:

Antje Wegener (Therapeutische Figurenspielerin)
Kreatives Puppenatelier – Thera­peutisches Figurenspiel
Kurt-Tucholsky-Straße 4, 06110 Halle/Saale
Telefon: +49 (0)178-8541427
kontakt(at)puppenspiel-therapie-halle.de
www.puppenspiel-therapie-halle.de